Aktuell
Die Baumaßnahmen zur Sanierung der Staatsoper Unter den Linden haben im September 2010 begonnen.
Die Vorstellungen der Staatsoper finden bis Sommer 2014 im Schiller Theater statt. Die Anschrift lautet:
Staatsoper im Schiller Theater
Bismarckstr. 110
10625 Berlin
TEL: 030-20 35 45 55
15. Dezember 2011:
Sanierung und Grundinstandsetzung der Staatsoper Unter den Linden
Allgemeine Daten zum Projekt auf der Seite der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt >>
17. Mai 2011:
Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur Grundinstandsetzung der Staatsoper
Die Bauarbeiten für die Grundsanierung der Staatsoper Unter den Linden haben im September 2010 begonnen und schreiten gut voran. Zunächst wurden zur Errichtung des unterirdischen Bauwerks, das künftig das Opernhaus mit dem Intendanz- und Probengebäude verbinden wird, in großem Umfang Versorgungsleitungen im öffentlichen Straßenland verlegt. Mit dem restauratorischen Rückbau der Einbauten im Opernhaus, der Schadstoffentsorgung und der Demontage der Bühnen- und Haustechnik wurden weitere wesentliche Schritte in Angriff genommen. Mittlerweile sind bereits 60% der Schadstoffe entsorgt, 70% der denkmalgeschützten Bausubstanz ausgebaut und zwischengelagert, 35% der Haustechnikleitungen und 600 Tonnen Stahl aus der Bühnentechnik demontiert worden.
Bei den Baugrundaufschlüssen wurde neben einem Bunker, der zum Teil abgetragen werden muss, auch ein setzungsempfindlicher Baugrund angetroffen. Zur Vermeidung von Schäden bei angrenzenden Gebäuden - u. a. auch der St. Hedwigs-Kathedrale - müssen unerwartet aufwendige Aussteifungsmaßnahmen für die Baugrube durchgeführt werden
Der Einhaltung des Kostenrahmens trotz dieser unvorhersehbaren Erschwernisse gilt oberste Priorität. Dank frühzeitiger aufwendiger Einsparungsbemühungen in intensiver Abstimmung mit den Bedarfsträgern und Nutzern, ist es gelungen den Kostenrahmen einzuhalten und die Reservemittel für Unvorhergesehenes nicht anzutasten. Dennoch entwickelt sich die architektonische und nutzungsbezogene Ausgestaltung sehr positiv. Die Umsetzung der Planungen im Zuschauersaal dient dem Ziel, die geforderte Erhöhung der Nachhallwerte zu erreichen und gleichzeitig die denkmalverträgliche Gestaltung des Innenraumes zu gewährleisten. Dazu wird in den Bestand lediglich eine Nachhallgalerie eingefügt.
In konstruktiver Abstimmung zwischen dem Architekturbüro HG Merz und den Nutzern gelang es durch innovative Lösungen gerade im Zuschauersaal aber auch in der ehemaligen Konditorei oder im neu zu errichtenden Probezentrum im ehemaligen Magazingebäude Kosten einzusparen und gleichzeitig eine gute architektonische Lösung zu erreichen.
Wegen der sehr arbeits- und zeitintensiven Aussteifungsmaßnahmen für die Baugrube und der unerwarteten Teilabtragung des Bunkers, aber vor allem wegen des ungewöhnlich frühen Wintereinbruchs im November 2010 mussten für die 12m tiefe Baugrube des unterirdischen Bauwerks die Bauvorbereitungsarbeiten unterbrochen werden, wodurch es zu Verzögerungen in der weiteren Planung kommt.
Die etwa 6-monatige Verzögerung durch die ungünstige Witterung und durch die Sicherheitsmaßnahmen für die Baugrube und die angrenzenden Gebäude lassen sich in dem bisherigen sehr ehrgeizigen Terminplan, der eine Fertigstellung zum Oktober 2013 vorsah, nicht mehr auffangen.
Mit der Leitung der Staatsoper und der Kulturverwaltung wurde einvernehmlich vereinbart, die Wiedereröffnung des Opernhauses Unter den Linden auf den Beginn der Spielzeit 2014 / 2015 zu verlegen.
Der zusätzliche Zeitraum wird genutzt für eine sorgfältige Planung und Übergabe sowie Inbetriebnahme des Hauses durch die Nutzer. Die Erfahrung aus dem Umzug ins Schiller Theater hat gezeigt, dass die Einregulierung der Bühnentechnik und die Inbetriebnahme für den Spielbetrieb deutlich mehr Zeit erfordert.
Der zusätzliche Zeitpuffer wird von der Staatoper auch genutzt, um für die erste Spielzeit im sanierten Opernhaus vier neue Inszenierungen ab Mai 2014 parallel - zwei davon bereits im sanierten Haus - einzustudieren, um einen fulminanten Saisonstart zu ermöglichen.
Gegenwärtig werden die Bauleistung für Herstellung der Baugrube mit einem Auftragsvolumen von ca. 9.0 Mio. € und für die Abdichtungsarbeiten des Opernhauses mit einem Auftragsvolumen von ca. 9.5 Mio. € erteilt.
Diesen Stand der Dinge teilte heute Senatsbaudirektorin Regula Lüscher den Mitarbeitern der Staatsoper im Rahmen einer Besichtigung der Baustelle mit. Im Anschluss wurde auf dem Bebelplatz durch Intendant Jürgen Flimm, Kulturstaatssekretär André Schmitz und Regula Lüscher die neue Vorverkaufsstelle der Staatsoper in Form einer Ticket- und Info-Box eröffnet.
21. Dezember 2009
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Staatssekretär André Schmitz und der durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beauftragte Architekt Prof. Merz stellten am 21. Dezember 2009 den Planungsfortschritt vor und erläutern anhand des Modells vom Zuschauersaal die geplanten Sanierungsmaßnahmen.
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: „Die Staatsoper Unter den Linden wird für 239 Mio. € saniert. Die Baumaßnahmen erstrecken sich nicht nur auf das Operngebäude selbst, sondern umfassen auch das Intendanzgebäude, das unterirdische Verbindungsbauwerk und einen großen Teil des Magazingebäudes. Die Verbesserung der Akustik im Zuschauersaal und eine denkmalverträgliche Sanierung sind mir dabei wichtig. Mit der Planung der Baumaßnahmen befinden wir uns im Terminplan.“
Kulturstaatssekretär André Schmitz: „ Für uns und die Staatsoper waren und sind bei der Sanierung neben einem denkmalverträglichen Umgang mit dem Paulick-Bau die Verbesserung der Akustik und die Anpassung des gesamten Opernbetriebes an moderne logistische und technische Standards entscheidend. Dies können und werden wir mit dem heute vorgestellten Entwurf erreichen. Ich bin optimistisch, dass die Sanierung der Staatsoper im Zeit- und Kostenrahmen bleiben wird und wir das Haus Unter den Linden zur Spielzeit 2013/14 festlich wiedereröffnen können.“
Die Sanierung des Operngebäudes erfordert ca. 126 Mio. €, wovon allein ca. 50 Mio. € in die Erneuerung der Bühnentechnik fließen. Ca. 90 Mio. € sind für das Intendanzgebäude, das Magazingebäude mit den neuen Probensälen und das für den Opernbetrieb notwendige Verbindungsbauwerk vorgesehen. In Anbetracht der alten, mitunter maroden Gebäude, deren Zustand noch nicht in allen Details erfasst ist, sind Sicherheiten in Höhe von 10% vorgesehen. Der Bund vertreten durch den Beauftragten für Kultur und Medien stellt 200 Mio. € für die Sanierung der Staatsoper zur Verfügung.
Zu den wesentlichen Zielen der Modernisierung der Staatsoper gehört die Verbesserung der Akustik im denkmalgeschützten Zuschauersaal. Die Akustik hängt maßgeblich vom Volumen des Raums ab, da dieses einen direkten Einfluss auf die Nachhallzeit hat. Die dafür erforderliche Vergrößerung des Raumvolumens wird im vorliegenden Entwurf durch eine Anhebung der Saaldecke realisiert, die in ihrer bestehenden Gestalt erhalten bleibt. Zwischen der Decke und dem dritten Rang entsteht eine Nachhallgalerie, die unter Ausnutzung der historischen Dachgeometrie den Raum zusätzlich nach außen erweitert.
Für die Gestaltung der Galerie, die sich harmonisch in den Innenraum einfügt, wird dabei auf das Formenrepertoire Richard Paulicks zurück gegriffen, dessen Rautenmuster im Stuckwerk der Decke zeitgemäß interpretiert wird. Zusätzlich zur Vergrößerung des Raumvolumens werden alle Oberflächen akustisch nachgebessert. Der Einsatz von glatten und harten Oberflächen trägt seinen Teil zur Optimierung der Nachhallzeit bei.
Auch die funktionalen Abläufe sowohl für die Gäste, als auch für das Geschehen auf und um die Bühne sind durch bauliche Maßnahmen zu optimieren. Ohne das Denkmal in seinen wesentlichen Teilen sichtbar zu verändern, wird eine barrierefreie Erschließung aller Ebenen erzielt. Die bisher für die innere Erschließung nicht nutzbaren Fluchttreppenhäuser werden zu vollwertigen vertikalen Verbindungen der Ränge untereinander umgewidmet. Zusätzliche WC-Anlagen werden ebenfalls eingebaut. Die bühnentechnischen Anlagen für Licht, Ton sowie Ober- und Untermaschinerie werden entsprechend dem internationalen Standard erneuert.
Die Intendanz als Verwaltungsgebäude der Oper wird ebenfalls denkmalverträglich saniert. Zur Schonung der historischen Struktur und Substanz werden alle großvolumigen und technisch anspruchsvollen Nutzungen, wie Probensäle, Orchester- und Chorprobensaal, Ballettsaal, Stimm- und Einspielzimmer vom Intendanzgebäude in das neue Probenzentrum im ehemaligen Magazingebäude verlagert.
Die Probensäle werden analog zu den Ausmaßen der Hauptspielfläche und den akustischen Bedingungen der Oper angelegt. Die Einspiel- und Probenräume sind durch eine „Raum in Raum Konstruktion“ akustisch optimal abgeschirmt.
Die Anbindung des Probenzentrums an das Opernhaus über ein neues unterirdisches Bauwerk ermöglicht den Transport von großformatigen Dekorationsteilen. Im Magazingebäude ist dadurch der Probenbetrieb mit Originaldekoration unter Vermeidung von großen Umbaupausen möglich und der innerbetriebliche Logistikablauf stark vereinfacht.
Der Baubeginn war im September 2010. Der Beginn der Spielzeit nach der Sanierung ist für Oktober 2014 geplant.
Die Vorstellungen der Staatsoper finden bis Sommer 2014 im Schiller Theater statt. Die Anschrift lautet:
Staatsoper im Schiller Theater
Bismarckstr. 110
10625 Berlin
TEL: 030-20 35 45 55
15. Dezember 2011:
Sanierung und Grundinstandsetzung der Staatsoper Unter den Linden
Allgemeine Daten zum Projekt auf der Seite der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt >>
17. Mai 2011:
Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur Grundinstandsetzung der Staatsoper
Die Bauarbeiten für die Grundsanierung der Staatsoper Unter den Linden haben im September 2010 begonnen und schreiten gut voran. Zunächst wurden zur Errichtung des unterirdischen Bauwerks, das künftig das Opernhaus mit dem Intendanz- und Probengebäude verbinden wird, in großem Umfang Versorgungsleitungen im öffentlichen Straßenland verlegt. Mit dem restauratorischen Rückbau der Einbauten im Opernhaus, der Schadstoffentsorgung und der Demontage der Bühnen- und Haustechnik wurden weitere wesentliche Schritte in Angriff genommen. Mittlerweile sind bereits 60% der Schadstoffe entsorgt, 70% der denkmalgeschützten Bausubstanz ausgebaut und zwischengelagert, 35% der Haustechnikleitungen und 600 Tonnen Stahl aus der Bühnentechnik demontiert worden.
Bei den Baugrundaufschlüssen wurde neben einem Bunker, der zum Teil abgetragen werden muss, auch ein setzungsempfindlicher Baugrund angetroffen. Zur Vermeidung von Schäden bei angrenzenden Gebäuden - u. a. auch der St. Hedwigs-Kathedrale - müssen unerwartet aufwendige Aussteifungsmaßnahmen für die Baugrube durchgeführt werden
Der Einhaltung des Kostenrahmens trotz dieser unvorhersehbaren Erschwernisse gilt oberste Priorität. Dank frühzeitiger aufwendiger Einsparungsbemühungen in intensiver Abstimmung mit den Bedarfsträgern und Nutzern, ist es gelungen den Kostenrahmen einzuhalten und die Reservemittel für Unvorhergesehenes nicht anzutasten. Dennoch entwickelt sich die architektonische und nutzungsbezogene Ausgestaltung sehr positiv. Die Umsetzung der Planungen im Zuschauersaal dient dem Ziel, die geforderte Erhöhung der Nachhallwerte zu erreichen und gleichzeitig die denkmalverträgliche Gestaltung des Innenraumes zu gewährleisten. Dazu wird in den Bestand lediglich eine Nachhallgalerie eingefügt.
In konstruktiver Abstimmung zwischen dem Architekturbüro HG Merz und den Nutzern gelang es durch innovative Lösungen gerade im Zuschauersaal aber auch in der ehemaligen Konditorei oder im neu zu errichtenden Probezentrum im ehemaligen Magazingebäude Kosten einzusparen und gleichzeitig eine gute architektonische Lösung zu erreichen.
Wegen der sehr arbeits- und zeitintensiven Aussteifungsmaßnahmen für die Baugrube und der unerwarteten Teilabtragung des Bunkers, aber vor allem wegen des ungewöhnlich frühen Wintereinbruchs im November 2010 mussten für die 12m tiefe Baugrube des unterirdischen Bauwerks die Bauvorbereitungsarbeiten unterbrochen werden, wodurch es zu Verzögerungen in der weiteren Planung kommt.
Die etwa 6-monatige Verzögerung durch die ungünstige Witterung und durch die Sicherheitsmaßnahmen für die Baugrube und die angrenzenden Gebäude lassen sich in dem bisherigen sehr ehrgeizigen Terminplan, der eine Fertigstellung zum Oktober 2013 vorsah, nicht mehr auffangen.
Mit der Leitung der Staatsoper und der Kulturverwaltung wurde einvernehmlich vereinbart, die Wiedereröffnung des Opernhauses Unter den Linden auf den Beginn der Spielzeit 2014 / 2015 zu verlegen.
Der zusätzliche Zeitraum wird genutzt für eine sorgfältige Planung und Übergabe sowie Inbetriebnahme des Hauses durch die Nutzer. Die Erfahrung aus dem Umzug ins Schiller Theater hat gezeigt, dass die Einregulierung der Bühnentechnik und die Inbetriebnahme für den Spielbetrieb deutlich mehr Zeit erfordert.
Der zusätzliche Zeitpuffer wird von der Staatoper auch genutzt, um für die erste Spielzeit im sanierten Opernhaus vier neue Inszenierungen ab Mai 2014 parallel - zwei davon bereits im sanierten Haus - einzustudieren, um einen fulminanten Saisonstart zu ermöglichen.
Gegenwärtig werden die Bauleistung für Herstellung der Baugrube mit einem Auftragsvolumen von ca. 9.0 Mio. € und für die Abdichtungsarbeiten des Opernhauses mit einem Auftragsvolumen von ca. 9.5 Mio. € erteilt.
Diesen Stand der Dinge teilte heute Senatsbaudirektorin Regula Lüscher den Mitarbeitern der Staatsoper im Rahmen einer Besichtigung der Baustelle mit. Im Anschluss wurde auf dem Bebelplatz durch Intendant Jürgen Flimm, Kulturstaatssekretär André Schmitz und Regula Lüscher die neue Vorverkaufsstelle der Staatsoper in Form einer Ticket- und Info-Box eröffnet.
21. Dezember 2009
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Staatssekretär André Schmitz und der durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beauftragte Architekt Prof. Merz stellten am 21. Dezember 2009 den Planungsfortschritt vor und erläutern anhand des Modells vom Zuschauersaal die geplanten Sanierungsmaßnahmen.
Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: „Die Staatsoper Unter den Linden wird für 239 Mio. € saniert. Die Baumaßnahmen erstrecken sich nicht nur auf das Operngebäude selbst, sondern umfassen auch das Intendanzgebäude, das unterirdische Verbindungsbauwerk und einen großen Teil des Magazingebäudes. Die Verbesserung der Akustik im Zuschauersaal und eine denkmalverträgliche Sanierung sind mir dabei wichtig. Mit der Planung der Baumaßnahmen befinden wir uns im Terminplan.“
Kulturstaatssekretär André Schmitz: „ Für uns und die Staatsoper waren und sind bei der Sanierung neben einem denkmalverträglichen Umgang mit dem Paulick-Bau die Verbesserung der Akustik und die Anpassung des gesamten Opernbetriebes an moderne logistische und technische Standards entscheidend. Dies können und werden wir mit dem heute vorgestellten Entwurf erreichen. Ich bin optimistisch, dass die Sanierung der Staatsoper im Zeit- und Kostenrahmen bleiben wird und wir das Haus Unter den Linden zur Spielzeit 2013/14 festlich wiedereröffnen können.“
Die Sanierung des Operngebäudes erfordert ca. 126 Mio. €, wovon allein ca. 50 Mio. € in die Erneuerung der Bühnentechnik fließen. Ca. 90 Mio. € sind für das Intendanzgebäude, das Magazingebäude mit den neuen Probensälen und das für den Opernbetrieb notwendige Verbindungsbauwerk vorgesehen. In Anbetracht der alten, mitunter maroden Gebäude, deren Zustand noch nicht in allen Details erfasst ist, sind Sicherheiten in Höhe von 10% vorgesehen. Der Bund vertreten durch den Beauftragten für Kultur und Medien stellt 200 Mio. € für die Sanierung der Staatsoper zur Verfügung.
Zu den wesentlichen Zielen der Modernisierung der Staatsoper gehört die Verbesserung der Akustik im denkmalgeschützten Zuschauersaal. Die Akustik hängt maßgeblich vom Volumen des Raums ab, da dieses einen direkten Einfluss auf die Nachhallzeit hat. Die dafür erforderliche Vergrößerung des Raumvolumens wird im vorliegenden Entwurf durch eine Anhebung der Saaldecke realisiert, die in ihrer bestehenden Gestalt erhalten bleibt. Zwischen der Decke und dem dritten Rang entsteht eine Nachhallgalerie, die unter Ausnutzung der historischen Dachgeometrie den Raum zusätzlich nach außen erweitert.
Für die Gestaltung der Galerie, die sich harmonisch in den Innenraum einfügt, wird dabei auf das Formenrepertoire Richard Paulicks zurück gegriffen, dessen Rautenmuster im Stuckwerk der Decke zeitgemäß interpretiert wird. Zusätzlich zur Vergrößerung des Raumvolumens werden alle Oberflächen akustisch nachgebessert. Der Einsatz von glatten und harten Oberflächen trägt seinen Teil zur Optimierung der Nachhallzeit bei.
Auch die funktionalen Abläufe sowohl für die Gäste, als auch für das Geschehen auf und um die Bühne sind durch bauliche Maßnahmen zu optimieren. Ohne das Denkmal in seinen wesentlichen Teilen sichtbar zu verändern, wird eine barrierefreie Erschließung aller Ebenen erzielt. Die bisher für die innere Erschließung nicht nutzbaren Fluchttreppenhäuser werden zu vollwertigen vertikalen Verbindungen der Ränge untereinander umgewidmet. Zusätzliche WC-Anlagen werden ebenfalls eingebaut. Die bühnentechnischen Anlagen für Licht, Ton sowie Ober- und Untermaschinerie werden entsprechend dem internationalen Standard erneuert.
Die Intendanz als Verwaltungsgebäude der Oper wird ebenfalls denkmalverträglich saniert. Zur Schonung der historischen Struktur und Substanz werden alle großvolumigen und technisch anspruchsvollen Nutzungen, wie Probensäle, Orchester- und Chorprobensaal, Ballettsaal, Stimm- und Einspielzimmer vom Intendanzgebäude in das neue Probenzentrum im ehemaligen Magazingebäude verlagert.
Die Probensäle werden analog zu den Ausmaßen der Hauptspielfläche und den akustischen Bedingungen der Oper angelegt. Die Einspiel- und Probenräume sind durch eine „Raum in Raum Konstruktion“ akustisch optimal abgeschirmt.
Die Anbindung des Probenzentrums an das Opernhaus über ein neues unterirdisches Bauwerk ermöglicht den Transport von großformatigen Dekorationsteilen. Im Magazingebäude ist dadurch der Probenbetrieb mit Originaldekoration unter Vermeidung von großen Umbaupausen möglich und der innerbetriebliche Logistikablauf stark vereinfacht.
Der Baubeginn war im September 2010. Der Beginn der Spielzeit nach der Sanierung ist für Oktober 2014 geplant.



