Ein Projekt mit dem Ernst-Abbe-Gymnasium (Neukölln) und dem Rheingau-Gymnasium (Schöneberg).
Was sucht ein türkischer Fürst um 1830 in Italien? Und welchen aktuellen Bezug hat seine Geschichte zu 50 Berliner Schülern heute? Diese Fragen stellten sich zwei 7. Klassen in der Auseinandersetzung mit Rossinis Oper »Il Turco in Italia«.
In enger Zusammenarbeit mit op|erleben erarbeiteten die Schüler eine eigene Version der Oper, die sie im Juni 2008 auf der Probebühne der Staatsoper und in den Schulen aufführten.
Die »opera buffa« handelt von einem Dichter, der ein Lustspiel schreiben muss. Da ihm keine fiktive Geschichte einfällt, entschließt er sich, über den italienischen Adel zu berichten. Dort findet er die schönsten Geschichten direkt vor der Haustür: So ist Donna Fiorilla, die Ehefrau Don Geronios, ihrem Mann schon lange nicht mehr treu. Sie flirtet mit Don Narciso, der sich auch ernsthafte Hoffnungen macht, bis der türkische Fürst Selim in Neapel auftaucht. Donna Fiorilla ist natürlich gleich Feuer und Flamme und Selim plant schon ihre Entführung, als Selim seiner Ex-Verlobten Zaida begegnet. Den Höhepunkt der Oper erreicht die Handlung dann auf einem Maskenball. Ein folgenreiches Verwechselungsspiel beginnt.
Die Schüler lernten sich und die Oper Anfang Februar in zwei Workshops zu »Il Turco in Italia« kennen. Im nächsten Schritt entwickelten sie einzelne Szenen und brachten diese auf die Bühne. Unterstützung erhielten die beiden Klassen dabei von den Schulchören, einem Schulorchester, einer Percussion-AG, einer Schulband und einzelnen Instrumental- und Vokalsolisten der beiden Schulen.
Das Thema »in die Fremde gehen«, das in dem Werk durchdekliniert wird, hat nach wie vor große Aktualität für Berliner Jugendliche sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund, denn im täglichen Miteinander müssen Konflikte ausagiert oder ausgehalten werden. Oft kommen sie nicht aus ihren eigenen Kiezen heraus und entwickeln Vorurteile und Abgrenzungen gegenüber Gleichaltrigen aus anderen Stadtteilen. Genau diesem Problem stellte sich das Projekt und versuchte, Vorurteile und Spannungen durch einen kreativen Prozess abzubauen.
So anders sind »die Anderen« aus Friedenau oder Neukölln nämlich gar nicht!
Das Projekt wurde zusammen mit op|erleben erarbeitet. Die beiden Freiwilligen im Sozialen Jahr Kultur Franziska Burr und Jakob Fink konzipierten und leiteten dieses Projekt, dass vor allem durch das große Engagement der Lehrer beider Schulen getragen wurde.
Was sucht ein türkischer Fürst um 1830 in Italien? Und welchen aktuellen Bezug hat seine Geschichte zu 50 Berliner Schülern heute? Diese Fragen stellten sich zwei 7. Klassen in der Auseinandersetzung mit Rossinis Oper »Il Turco in Italia«.
In enger Zusammenarbeit mit op|erleben erarbeiteten die Schüler eine eigene Version der Oper, die sie im Juni 2008 auf der Probebühne der Staatsoper und in den Schulen aufführten.
Die »opera buffa« handelt von einem Dichter, der ein Lustspiel schreiben muss. Da ihm keine fiktive Geschichte einfällt, entschließt er sich, über den italienischen Adel zu berichten. Dort findet er die schönsten Geschichten direkt vor der Haustür: So ist Donna Fiorilla, die Ehefrau Don Geronios, ihrem Mann schon lange nicht mehr treu. Sie flirtet mit Don Narciso, der sich auch ernsthafte Hoffnungen macht, bis der türkische Fürst Selim in Neapel auftaucht. Donna Fiorilla ist natürlich gleich Feuer und Flamme und Selim plant schon ihre Entführung, als Selim seiner Ex-Verlobten Zaida begegnet. Den Höhepunkt der Oper erreicht die Handlung dann auf einem Maskenball. Ein folgenreiches Verwechselungsspiel beginnt.
Die Schüler lernten sich und die Oper Anfang Februar in zwei Workshops zu »Il Turco in Italia« kennen. Im nächsten Schritt entwickelten sie einzelne Szenen und brachten diese auf die Bühne. Unterstützung erhielten die beiden Klassen dabei von den Schulchören, einem Schulorchester, einer Percussion-AG, einer Schulband und einzelnen Instrumental- und Vokalsolisten der beiden Schulen.
Das Thema »in die Fremde gehen«, das in dem Werk durchdekliniert wird, hat nach wie vor große Aktualität für Berliner Jugendliche sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund, denn im täglichen Miteinander müssen Konflikte ausagiert oder ausgehalten werden. Oft kommen sie nicht aus ihren eigenen Kiezen heraus und entwickeln Vorurteile und Abgrenzungen gegenüber Gleichaltrigen aus anderen Stadtteilen. Genau diesem Problem stellte sich das Projekt und versuchte, Vorurteile und Spannungen durch einen kreativen Prozess abzubauen.
So anders sind »die Anderen« aus Friedenau oder Neukölln nämlich gar nicht!
Das Projekt wurde zusammen mit op|erleben erarbeitet. Die beiden Freiwilligen im Sozialen Jahr Kultur Franziska Burr und Jakob Fink konzipierten und leiteten dieses Projekt, dass vor allem durch das große Engagement der Lehrer beider Schulen getragen wurde.



