Projekte

  • Staatsoper goes Lichtenberg

    Das Kinderopernhaus Lichtenberg ist ein Kooperationsprojekt des Caritasverbandes für das Erzbistum Berlin und der Staatsoper Unter den Linden im Schiller Theater und besteht seit 2009. Kinder erhalten hier die Möglichkeit, selber Oper zu machen, als sei es das Natürlichste der Welt.

    Das Kinderopernhaus ist im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum Steinhaus im Stadtteil Frankfurter-Allee-Süd (FAS) angesiedelt und ist Teil eines kiezbasierten Kooperationsnetzwerks, das Akteure und Einrichtungen aus den Bereichen Kultur, Bildung, Kirche sowie Kinder- und Jugendarbeit umfasst. Sozial- und kulturpädagogische Ansätze werden hier miteinander kombiniert. Angesprochen sind Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren, die im Kiez wohnen, zur Schule gehen und/oder die beteiligten Kinderfreizeiteinrichtungen besuchen. Donnerstags, wenn sich das Steinhaus ins Kinderopernhaus verwandelt, nehmen die Kinder hier an Gesangs-, Theater-, oder Bühnenbildworkshops Teil. Seit Beginn des Projekts sind bereits über 200 Kinder künstlerisch-pädagogisch gefördert worden.

    Das künstlerische Herzstück des Kinderopernhauses Lichtenberg sind die jährlichen Produktionen, die medienpädagogisch begleitet werden und jeweils am Ende der Projektlaufzeit auf der Werkstattbühne der Staatsoper im Schiller Theater sowie im Bezirk Lichtenberg zur Aufführung kommen. Bisher entstanden die abendfüllende Oper »Sternzeit F:A:S« (2010), der inszenierte Liederabend „Mir träumte“ (2011), das barocke Singspiel „Engel Singen Hören“ (2012) sowie »… WAS DU NICHT SIEHST« (2013), eine impressionistische Entdeckungsreise mit Claude Debussy und Maurice Ravel. Bislang sind bereits 29 ausverkaufte Vorstellungen mit insgesamt fast 6000 Zuschauern über die Bühne gegangen.

    Abgerundet wird das Angebot des Kinderopernhauses durch im Kiez stattfindende Kindergesprächskonzerte mit Mitgliedern der Staatskapelle Berlin sowie gemeinsame Besuche der Musiktheaterakademie der Jungen Staatsoper. So erhalten die Kinder in FAS neben der eigenen Probenarbeit zusätzliche Möglichkeiten, sich die Welt der Oper und der klassischen Musik zu erschließen.

    Anfragen und Kontakt:
    Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.
    Leitung Kinderopernhaus Lichtenberg
    Regina Lux-Hahn
    Große Hamburger Straße 18
    10115 Berlin

    Tel 030 66633458
    Fax 030 66633439
    Mobil 0173 2438245
    r.lux-hahn@caritas-berlin.de

    www.kinderopernhaus-lichtenberg.de

    › Video
    (c) kakoii Berlin

  • Kinderheim goes Staatsoper

    Kooperationsprojekt der Jungen Staatsoper mit der Dimicare Anneliese Langner Stiftung

    Die Kooperation der Jungen Staatsoper mit der Dimicare Anneliese Langner Stiftung geht in diesem Jahr in die dritte Runde.

    Die Stiftung möchte Menschen helfen, denen Unrecht widerfahren ist, sich nicht mehr als Opfer zu fühlen. Mit den künstlerischen Mitteln des Musiktheaters können die Kinder lernen, aus sich und ihren Problemen herauszutreten, in andere Rollen zu schlüpfen und aus den gewonnenen Perspektiven neue Sichtweisen und Lösungsstrategien zu entwickeln.

    Jährlich besuchen über 100 Kinder aus den Berliner Kinderheimen eine Vorstellung der Kinderoper, die in der Adventszeit in der Werkstatt gezeigt wird, dieses Jahr Hans im Glück. Ein Teil der Kinder möchte aber mehr über das Theater, die Musik und die Geheimnisse hinter den Kulissen erfahren. Einmal in der Woche treffen Sie sich mit erfahrenen Musiktheaterpädagog_innen, die mit ihnen theatrale, tänzerische und musikalische Mittel erproben.

    Im ersten Projekt (2012) haben sich die Kinder mit dem tapferen Schneiderlein beschäftigt und untersucht, wie das Schneiderlein es schafft, mit viel List und Frechheit scheinbar unbesiegbare Feinde zu bezwingen. Entstanden ist dabei ein Hörspiel, das die Kinder sprechend, singend und musizierend gestalteten.

    Im zweiten Jahr ging es auf die Bühne mit der Frage, ob Rotkäppchen ein Opfer des Wolfes ist, oder ob bzw. wie sich das Rotkäppchen gegen den Angriff des Wolfes wehren kann. 

    Das dritte Projektjahr steht im Zeichen des Glücks, denn nun steht die Kinderoper Hans im Glück im Vordergrund. Gemeinsam mit den Kindern stellen wir die Frage nach Glück und Zufriedenheit in einer Welt, die es vielen Menschen nicht leicht macht, ihr Glück in schwierigen Lebensumständen zu finden.

    Leitung: Tobias Daniel Reiser (Musiktheaterpädagogik), Stella Konstantinou (Theaterpädagogik), Johanne Castillo Bro (Tanzpädagogik)

    Die Ergebnisse werden in einer öffentlichen Aufführung präsentiert. Termin und Ort werden noch bekannt gegeben.

  • Auf der Suche nach dem Glück

    Kooperationsprojekt der Jungen Staatsoper mit der Comenius Grundschule und der grund_schule der künste (UdK)
     
    Laut einer Unicef-Studie (April 2013) empfinden deutsche Kinder eine steigende innere Unzufriedenheit, obwohl die Lebensumstände besser als die von Kindern vieler anderer Länder sind. Das Projekt wird dieser Diskrepanz auf der Spur sein und mit Kindern aus philosophischer und psychologischer Sicht die Frage nach dem menschlichen Glücklichsein erforschen: Wie fühlt sich Glück an? Wie finde ich Glück? Wie fühlt es sich an, wenn das Glück verloren ist?

    Die Überlegungen fließen in die Kinderoper »Hans im Glück« ein, die im Dezember 2014 an der Staatsoper Premiere hat. Parallel entwickeln die Theaterpädagogen Annika Vogt, Tobias Daniel Reiser und Johanne Castillo Bro mit den Kindern ein eigenes Stück, in dem Musik, Tanz und Theater in ihren jeweiligen Sprachen einen Ausdruck für den individuellen kindlichen Blick auf Glück und Zufriedenheit entfalten.

    Das künstlerische Ergebnis wird am 27. Juni 2014 um 19.30 Uhr in der Aula der Comenius-Schule, Gieselerstr. 4, 10713 Berlin präsentiert. Tickets sind kostenfrei unter +49 (0)30 20 35 45 57 reservierbar.

    Das Projekt wird gefördert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

    › Link zur grund_schule der künste (UdK)
  • Tusch

     

    WENN DIS_HARMONIE IS

    »Die Scheinwerfer gehen an, das Lampenfieber steigt, der Vorhang geht auf und ACTION!«

    Jugend und Sexualität, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Suchen und Finden, Identitätssuche und Identitätsfindung: Das sind Themen, mit denen sich Schüler und Schülerinnen der BEST-Sabel-Berufsakademie in einem Opernprojekt auseinandersetzen.

    Seit November 2012 findet innerhalb des TUSCH-Projekts wieder eine Kooperation zwischen der Jungen Staatsoper und dieser berufsorientierten Schule statt. Dabei erarbeiten die Schüler zusammen mit der Musiktheaterpädagogin Marie-Luise Pawlitzki eine szenisch-musikalische Reise durch die vier Jahreszeiten.

    Am Anfang stand eine gemeinsame Ideenfindung: Opern wie »La traviata« oder »La Bohème« weckten das Interesse der Gruppe und wurden unter verschiedenen Gesichtpunkten untersucht. Die Schüler einigten sich auf gemeinsame Themen, setzten diese musiktheatralisch um und reflektierten dabei über ihr eigenes Leben und ihre persönlichen Geschichten, die im Zusammenhang damit standen.

    TUSCH ist ein Kooperations-Netzwerk für Kulturelle Bildung im Bereich Theater, ein Projekt der JugendKulturService gGmbH. TUSCH regt Begegnung und Austausch an und unterstützt dies mit zahlreichen Angeboten. Die Junge Staatsoper ist seit vielen Jahren fester Kooperationspartner von TUSCH. Die Zusammenarbeit beinhaltet einerseits

    die musiktheaterpädagogische Arbeit mit einer Schulklasse, andererseits bietet die Staatsoper Vorträge, Opernbesuche und Werkeinführungen für die gesamte Partnerschule an.

    Leitung: Marie-Luise Pawlitzki

    Rainer O. Brinkmann | Junge Staatsoper
    Staatsoper im Schiller Theater
    Bismarckstr. 110
    10625 Berlin
    Fon 030 20 35 44 89 | Fax 030 20 35 45 94
    r.o.brinkmann@staatsoper-berlin.de

  • Chronik

    WEHR DEN WOLF!
     
    Kooperationsprojekt der Jungen Staatsoper mit der Comenius Grundschule und der grund_schule der künste (UdK)
     
    Das Projekt brachte Handlungsweisen der Märchenfiguren aus »Rotkäppchen« und Prävention vor Missbrauch zusammen. Unter dem Motto »Wehr den Wolf!« fragten wir mit Grundschülern der Comenius-Schule nach Handlungsalternativen des Rotkäppchens gegenüber dem Wolf. Sei es der Kampf mit heißem Würstchenwasser, wie es in einer weniger bekannten Version der Brüder Grimm erzählt wird, oder eine Hilfsaktion von Blaukäppchen –  eigene Erzählweisen der Selbstbestimmung und Selbstbehauptung wurden musikalisch, theatral und tänzerisch auf die Bühne gebracht.

    An der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Stoff rund um das kleine Mädchen und den bösen Wolf nahmen Studierende der grund_schule der künste unter dem Dach der Universität der Künste teil.

    Die Ergebnisse wurden in einer öffentlichen Aufführung präsentiert.

    Das Projekt wurde gefördert durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

    › Link zur grund_schule der künste (UdK)
     
    Das Projekt wurde eingereicht zur Teilnahme am Wettbewerb › KINDER ZUM OLYMP der Kulturstiftung der Länder.

     

     

     

     

     

     

     

     

    Der Vielleichtsager

    Schülerprojekt mit dem Ernst-Abbe Gymnasium in Neukölln

    Ausgehend von Brechts Lehrstückarbeit und seiner Auseinandersetzung mit Schülern des Neuköllner Ernst-Abbe-Gymnasium (vormals: Karl-Marx-Schule) hat sich die Junge Staatsoper in dieselbe Schule begeben, um mit Schülern von heute »Jasager« und »Neinsager« neu zu betrachten:

    18 Schüler der 9. Jahrgangsstufe gingen der Frage nach, was passiert, wenn im Entscheidungsfall keine positive oder negative Antwort gefunden wird, sondern wenn es zu einem »Jain« oder »Vielleicht« kommt. Die Schüler beschäftigten sich mit eigenen Reaktionen, Entscheidungen und Konsequenzen ihres Handelns. Die Problematik der »Generation – maybe?« ist es, im Überangebot von Chancen und Möglichkeiten sich orientieren und selektieren zu lernen, und das »Vielleichtsagen« als Hinhalte- oder Verzögerungstaktik zu erkennen.

    Neben der szenischen Erforschung des Themas waren musikalische Ja/Nein-Auseinandersetzungen durch den Schulchor und die Percussiongruppe in den Aufführungen zu erleben.

    Nach dem Projekt »Yabanci. Strano. Fremd.« war dies die zweite Zusammenarbeit der Jungen Staatsoper mit dem Ernst-Abbe-Gymnasium.

     

    7 auf einen Streich


    Schirmherrschaft: Nadja Michael

    16 Schüler erarbeiteten sich in den Rollen von 16 Schneidern ihr eigenes Musiktheaterstück, angelehnt an die kleine Oper »Das tapfere Schneiderlein« von Wolfgang Mitterer. Angeleitet durch Musiktheaterpädagogen und inspiriert vom Besuch einer Vorstellung von Wolfgang Mitterers zeitgenössischer Oper erschlossen sich die Kinder der Klassenstufen 3 - 6 spielerisch den Märchenstoff und das musikalische Material. Fliegenchöre surren durch den Raum, sieben Schneider nähten und erzählten ihre Geschichten.


    Gemeinsam stellten wir die Frage, ob das listig-schlaue Verhalten des tapferen Schneiderleins im Leben der Kinder eine Relevanz hat und ihnen als Kindern einer Brennpunktschule hilft, die eigene Unterlegenheit gegenüber Situationen zu überwinden, in denen ihnen Verhaltensweisen anderer Menschen als übermächtig erscheinen. Eine Antwort darauf gab es in Form einer Aufführung am Ende des Schuljahres.

    Leitung: Tobias Daniel Reiser und Annika Vogt

    Das Projekt wurde gefördert durch die Schering Stiftung.

     
     
    Kompositionswerkstatt mit Ali N. Askin
     
    Die erste Werkstatt für Kinder zwischen 10 und 13 Jahren leitete Ali N. Askin. Der deutsche Komponist mit türkischen Wurzeln schreibt nicht nur zahlreiche Filmmusiken (»Tatort« u.a.), sondern auch Opern wie »Eisenhans!«. Diese moderne Märchenoper für Kinder wurde in der Spielzeit 2010/2011 in der Werkstatt des Schiller Theaters aufgeführt. Darin beweist Askin einen souveränen Umgang mit unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen.

    Doch Askins Komposition war nicht Gegenstand der Werkstatt. Von den anfangs zwölf Kindern arbeiteten schließlich sieben ihre eigenen Ideen aus. Teils brachten sie sie schon zu Beginn im Mai 2011 mit, teils entstanden sie erst wenige Tage vor dem Uraufführungskonzert am 2. Oktober 2011. Viele Stücke entstanden am Klavier, andere bei Regen unterm Zeltdach in den Ferien oder am Schreibtisch. Titel wie »Herrn Stress« oder »Mes pensées« zeigen, dass einmal eher persönliche Eindrücke eine Rolle spielten, »Trio« und »Witziges Orchester« verarbeiteten dagegen die Konfrontation mit ungewohnten musikalischen Voraussetzungen wie der Mehrstimmigkeit oder der Verschiedenartigkeit der Instrumente.

    Beim Schreiben der Partituren war die Hilfe des Leiters besonders gefragt. Doch die Notwendigkeit der Verschriftlichung erzeugte auch die größten Lerneffekte und zusätzliche Inspirationen. Ali N. Askin versuchte herauszufinden, was sich der jeweilige Komponist vorstellte – drängte aber nie seine Ideen den Kindern auf. Die Interpreten standen von Anfang an fest: vier Musiker der Staatskapelle erweckten auf Geige, Klarinette, Posaune und Kontrabass die Musik zu Leben. Die professionelle Nachfrage an die jungen Komponisten, wie dieses oder jenes gemeint sei, war nicht nur für die kurzen Stücke produktiv, sondern in ihrer Ernsthaftigkeit ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstbewusstsein der Kinder.

    Mitschnitt der Uraufführung am Sonntag, 2. Oktober 2011 in der Werkstatt der Staatsoper im Schiller Theater:

    01 Ella Kiziltepe (2000): Witziges Orchester
    02 Jessica Fitzgerald (2000): The dwarfs
    03 Jonas Kriegsmann (1998): Der Herbst – Kleiner Walzer – Das Trio
    04 Ben Wiedenhöft (2000): Herrn Stress
    05 Zazie Autiquet (1999): Mes pensées
    06 Luca Jungnickel (2000): Grigio – Rosso - Sturm
    07 Antonia Syll (2002): Schmetterlings Crecoese

    Ausführende: Musiker der Staatskapelle Berlin:

    Tibor Reman - Klarinette
    Curt Lommatzsch - Posaune
    Christian Trompler - Violine
    Alf Moser - Kontrabass

    Pädagogische Begleitung: Iris Winkler
     
     
     
    Schnittstelle Figaro
    Premiere: 17.10.2010 | Werkstatt der Staatsoper im Schiller Theater
    »Schnittstelle Figaro« war ein Kooperationsprojekt der Staatsoper im Schiller Theater und dem post theater mit dem Oberstufenzentrum Körperpflege (OSZ). Der Umzug der Staatsoper Unter den Linden in das Schiller Theater in Charlottenburg-Wilmersdorf inspirierte die Junge Staatsoper zu diesem außergewöhnlichen Projekt. Das Ziel der jungen Staatsoper war das aktive Kennenlernen der Nachbarschaft. Das OSZ, das sich in unmittelbarer Nähe zum Opernhaus befindet, bildet unter Anderem junge Friseure aus. Doch Friseur und Oper – wie passt das zusammen?

    In Opernwerken agiert der Friseur als Intrigant zwischen den Ständen. Und auch im Alltag eines Opernhauses ist der Friseur ein wichtiger Bestandteil des Aufführungsprozesses. Dafür, dass diese Schnittstellen der beteiligten Institutionen und Akteure erkennbar werden und auf künstlerische Weise miteinander kommunizieren, sorgte die Künstlergruppe »post theater«. Zusammen mit den Auszubildenden des OSZ erarbeitete diese eine mehrstündige Unterrichtseinheit zum Thema „Grundlagen der Gesprächsführung“.

    Die Performance bestand aus drei Phasen à 30 Minuten: Die Zuschauer wurden in zwei Gruppen geteilt, wobei die einzelnen Gruppen zeitgleich einen jeweils unterschiedlichen Aufführungsteil erlebten. Während 48 Zuschauer auf einer theatralen Führung vom Schiller Theater in das OSZ Geschichten aus der Historie der Häuser hörten, erhielten die anderen 48 Zuschauer in Einzelkabinen (Salons) in der Werkstatt des Schiller Theaters von je einem Friseurschüler ein Haarstyling. Zu einem Mittelteil mit klassischer Bühnensituation und Live-Musik trafen beide Gruppen aufeinander. Anschließend wurden die Gruppen getauscht. Für die musikalische Begleitung "frisierte" die Rockband des Jugend- und Kulturzentrums "Spirale" bekannte Themen der „Friseur-Opern“.

    Kernstück des Abends war die Situation in der Einzelkabine, wo die angehenden Friseure ihre "Kunden" in ein von ihnen bewusst gelenktes Gespräch nach den erlernten Grundlagen verwickelten. Themen dieser intimen Konversation waren unter anderem Ängste und Hoffnungen der Friseurschüler, die Gründe für den Friseurberuf, ihre Vorstellungen von der Reputation des Berufs, und die Möglichkeiten der Musik als Inspiration für das Frisieren. Zehn Minuten nach Gesprächsbeginn erschien der Konzertchor der Staatsoper und begann Arien aus den Friseur-Opern zu singen, wobei die Sänger_innen einzeln durch die Salons gingen, so dass jeder "Kunde" gleichzeitig den Gesamtklang der Arrangements hörte und zusätzlich eine einzelne Stimme wahrnahm. In einer Videoprojektion an der Decke war der Dirigent live zu sehen.

    Das Ende der Vorstellung wurde durch ein gemeinsames musikalisches Finale der Rockband mit dem Konzertchor gestaltet. Auf eigenen Wunsch standen die Friseurschüler neben den professionellen Sängern ebenfalls singend auf der Bühne.

    Die Begeisterung der jungen Friseur_innen führte dazu, dass im Juni 2011 ein weiteres Projekt realisiert werden konnte: Schüler des OSZ Körperpflege und des OSZ Kraftfahrzeugtechnik sangen mit dem Konzertchor zusammen die »Carmina Burana« von Carl Orff bei einem Benefizkonzert in den Gärten der Welt.