Die Staatsoper trauert um Ludmila Dvořáková

Die Staatsoper Berlin trauert um ihr langjähriges Ensemblemitglied Ludmila Dvoráková, die am 30. Juli im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Die Sängerin, die 1923 in Kolín geboren wurde, studierte in Prag und feierte bereits in jungen Jahren in Mährisch Ostrau, Prag und Bratislava Erfolge mit allen großen Partien ihres Faches. Seit 1960 war sie Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden, wo sie in den Partien des Octavian debütierte und unvergesslich wurde mit ihren Interpretationen der Elisabeth in Don Carlos, Venus in Tannhäuser, der Titelpartie in Ariadne auf Naxos, der Chrysothemis in Elektra, Leonore in Fidelio, der Kundry in Parsifal und der Herodias in Salome, um nur einige zu nennen. 1972 wurde sie mit dem Staatspreis der DDR und 2012 mit dem Antonín-Dvorák-Preis ausgezeichnet. 

Insbesondere in den Partien der Opern von Richard Strauss, Richard Wagner und Leos Janáceks wurde ihre Gesangs- und Darstellungskunst stilbildend. Sie sang an allen großen Opernhäusern der Welt, so in Wien, Dresden, Paris, München, New York, London und bei den Bayreuther Festspielen.

Für ihre außerordentlichen Verdienste für die Kunst und die Staatsoper Berlin wurde sie 1985 zum Ehrenmitglied der Staatsoper Unter den Linden ernannt. Neben der Trauer um den Tod von Ludmilla Dvoráková empfinden die Mitglieder der Staatsoper Berlin aber auch Dankbarkeit dafür, mit einer Ausnahmesängerin wie Frau Dvoráková als Kollegin so lange Zeit zusammengearbeitet zu haben.