René Jacobs

René Jacobs studierte Gesang in Brüssel und Den Haag sowie klassische Philologie an der Universität seiner Heimatstadt Gent. Der frühere Chorknabe spezialisierte sich als Countertenor und schlug eine internationale Laufbahn als Opern- und Konzertsänger ein. Seit 1982 widmet sich René Jacobs verstärkt der musikalischen Leitung und Bearbeitung von Barockopern mit Schwerpunkt auf der frühen venezianischen Oper Monteverdis, Cavallis und Cestis. Von 1991 bis 2009 war René Jacobs Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Viele Jahre hatte er einen Lehrauftrag an der Schola Cantorum Basiliensis. Zahlreiche Aufnahmen und Auszeichnungen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen, u. a. wurde 2004 seine Aufnahme des »Rinaldo« mit einem Cannes Classical Award ausgezeichnet, in England kürte die Zeitschrift »Gramophone« seine Einspielung von »Le nozze di Figaro« zur Einspielung des Jahres, in Frankreich erhielt die gleiche Einspielung den Prix Choc de l’Année der Zeitschrift »Le Monde de la Musique« und »Die Jahreszeiten« wurde mit einem Diapason d’Or de l’Année ausgezeichnet. In Deutschland wurde ihm für sein Lebenswerk der Deutsche Schallplattenpreis der Kritik verliehen, und die Zeitschrift »Opernwelt« kürte die Produktion von »Eliogabalo« zur Wiederentdeckung des Jahres 2004.

Anfang 2005 wurde René Jacobs von der MIDEM zum Künstler des Jahres 2005 gewählt und sein »Le nozze di Figaro« mit zwei MIDEM Classical Awards sowie dem Grammy Award for Best Classical Album ausgezeichnet. An der Staatsoper Unter den Linden war er ab 1992 Principal Guest Conductor und betreute das vorklassische und klassische Repertoire. Hier gestaltete er u. a. Grauns »Cleopatra e Cesare«, Gaßmanns »L’opera seria«, Keisers »Croesus«, Händels »Semele« und »Rinaldo«, Scarlattis »Griselda«, Haydns »Il mondo della luna« und zuletzt einen Monteverdi-Zyklus (»L’Orfeo«, 2004, »Il ritorno d’Ulisse in patria«, 2005 in Koproduktion mit dem Théâtre des Champs-Elysées; »L’incoronazione di Poppea«, Februar 2006 in Koproduktion mit dem Théâtre Royal de La Monnaie, Brüssel), der Anfang 2007 mit der Wiederaufnahme des »Orfeo« und einer szenischen Version der »Marienvesper« einen gefeierten Abschluss fand.

Im Sommer 2006 schloss er seinen Mozart / Da Ponte-Zyklus in Innsbruck und Baden-Baden mit einer Neuproduktion von »Don Giovanni« ab. Seine jüngsten CD-Produktionen umfassen die »Prager«- und die »Jupiter«-Sinfonie von Mozart (von der Süddeutschen Zeitung als Höhepunkt des Mozartjahres« bezeichnet), Händels »Messias« und Monteverdis »La Calisto« (auch auf DVD) und Mozarts »La clemenza di Tito« bei harmonia mundi, welche den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt und von der »Opernwelt« zur Opernaufnahme 2006 gekürt wurde. Im Oktober 2007 erschien »Don Giovanni« auf CD. Auf die Premiere von »Orlando Paladino« im Mai 2009 an der Staatsoper Unter den Linden unter Jacobs musikalischer Leitung folgten Mozarts »Zauberflöte« in Aix en Provence im Juli sowie Rossinis »Tancredi« am Theater an der Wien im September des selben Jahres.

Von den aktuellen CD-Erscheinungen ist die »Brockes-Passion« von Telemann zu nennen; außerdem Mozarts »Idomeneo«, gefolgt von Haydns »Schöpfung«. »Idomeneo« bekam 2009 den »Jahrespreis der Deutschen Schallplatten-Kritik« und wurde von der Fachzeitschrift »Opernwelt« als beste Operneinspielung des Jahres gekrönt. Vom französischen Magazin »Classica« wurden alle drei Einspielungen als die besten des Jahres und René Jacobs als »Musikalische Persönlichkeit des Jahres« geehrt.
 
So 30 Jan 2011 | 18.30 Uhr

Antigona

Di 01 Feb 2011 | 18.30 Uhr

Antigona

Do 03 Feb 2011 | 18.30 Uhr

Antigona

Sa 05 Feb 2011 | 19.30 Uhr

Barockkonzert

So 06 Feb 2011 | 19.00 Uhr

Barockkonzert

Di 08 Feb 2011 | 18.30 Uhr

Antigona

Do 10 Feb 2011 | 18.30 Uhr

Antigona