Neal Davies wurde in Newport geboren und zog später nach London, um dort am King‘s College und der Royal Academy for Music zu studieren. Danach studierte er am internationalen Opernstudio Zürich unter der Schirmherrschaft von Dame Gwyneth Jones. 1991 gewann er den Lied-Preis beim Cardiff Singer of the World Wettbewerb. Sein offizielles Debüt gab er an der Coburger Oper. Seit 1992 gastiert er regelmäßig beim Edinburgh Festival und bei den BBC Proms.
Seine Opernpartien umfassen u. a. Rameaus »Platée« (London, Edinburgh Festival), Händels »Giulio Cesare« und Figaro in Mozarts »Le nozze di Figaro« an der Royal Opera Covent Garden, Händels »L’Allegro«, Publio in Mozarts »La clemenza di Tito«, Zebul in »Jephta«, Ariodates in »Xerxes« und Kolenat´ y in »Die Sache Makropoulos« an der English National Opera sowie Händels »Radamisto« an der Opéra de Marseille. Des Weiteren war er in Händels »Theodora« mit Les Arts Florissants und William Christie (Paris und Salzburg), Händels »Orlando« mit dem Gabrieli Consort, als Leporello in »Don Giovanni« und Sharpless in »Madama Butterfly« an der Scottland Opera, in Brittens »Curlew River« im Rahmen des Edinburgh Festival und als Guglielmo in »Così fan tutte«, als Dulcamara in »L’elisir d’amore«. Er debütierte an der Chicago Lyric Opera unter Sir Andrew Davis in Sullivans »Pirates of Penzance« als Major General Stanley.
Von Neal Davis liegen zahlreiche Einspielungen vor, darunter »A Midsummer Night’s Dream« (unter der musikalischen Leitung von Sir Colin Davis für Philips), »Messiah«, »Theodora« und »Saul« unter Paul McCreesh für die Deutsche Grammophon, Vivaldi-Kantaten und Händels »L’Allegro« unter Robert King für Hyperion, Dutilleux-Lieder unter Yan-Pascal Tortelier für Chandos, zudem ist er auf der Schubert-Edition von Hyperion zu hören.
Zu seinen Konzertengagements zählen u. a. Auftritte mit dem Cleveland Orchestra und dem Londoner Philharmonia Orchestra unter Dohnányi, dem Gabrieli Consort unter McCreesh, der Osloer und der Niederländischen Philharmonie unter Jansons, dem BBC Symphony Orchestra unter Boulez, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter Altrichter und Schwarz, mit der Academy of St. Martin in the Fields unter Marriner, dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Brüggen, dem Chamber Orchestra of Europe unter Harnoncourt, dem Detroit Symphony Orchestra unter McGegan, dem Minnesota Orchestra unter Vänskä, mit Les Violons du Roy unter Labadie, der Akademie für Alte Musik Berlin unter Creed, dem Hallé Orchestra unter Mark Elder, dem Birmingham Symphony Orchestra unter Oramo und den Wiener Philharmonikern unter Daniel Harding.
Kürzlich debütierte er an der Waliser Nationaloper als Don Alfonso in »Così fan tutte«, es folgten die Partien des Gobryas in Händels »Belshazzar« unter René Jacobs (Aix-en-Provence, Berlin und Innsbruck), Ko-Ko in »Mikado« (Chicago Lyric Opera) und Bottom in »A Midsummer Night’s Dream« (Garsington Opera).