Der junge österreichische Bariton Daniel Schmutzhard studierte schon während seiner Schulzeit am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck Gesang bei Karlheinz Hanser.
Erste große Erfolge feierte er, während er seine Ausbildung an der Musikuniversität Wien bei Prof. Ralf Döring fortsetzte: 2004 machte er, erst 21-jährig, in einer Hauptrolle in der Kirchenoper von Peter Maxwell Davies »Das Martyrium des Hl. Magnus« beim Carinthischen Sommer in Ossiach auf sich aufmerksam. Gleich darauf folgten Engagements an der Wiener Kammeroper, der Neuen Oper Wien und der Wiener Volksoper, die schon sehr früh die große Bandbreite seines Repertoires zeigte, die vom Barock (John Blow »Venus und Adonis« – Adonis) über die Operette (»Die Lustige Witwe«) bis hin zur zeitgenössischen Oper (Michael Tippet »The Knot Garden« – Mangus) reicht.
Im Sommer 2006 wurde Daniel Schmutzhard von Eva Wagner-Pasquier in die Académie des Festivals von Aix-en-Provence aufgenommen, wo er auch zu den Preisträgern gehörte.
Sehr früh machte sich Daniel Schmutzhard auch als Konzert-, Lied- und Oratoriensänger einen ausgezeichneten Namen: Sein Repertoire reicht von zahlreichen Lied-Programmen, Messen (Haydn, Mozart) und Oratorien über Faurés Requiem bis hin zu Mahler (»Lieder eines fahrenden Gesellen«).
Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, u. a. des Mozart-Wettbewerbes in Salzburg 2006 und des beim ersten 2009 von Thomas Quasthoff ins Leben gerufenen Internationalen Gesangswettbewerbs »Das Lied«, infolge dessen er auch Liederabende in der Kölner Philharmonie, dem Festspielhaus Baden-Baden und dem Wiener Musikverein gab.
Seit September 2006 ist Daniel Schmutzhard an der Wiener Volksoper engagiert und singt dort Rollen wie Papageno (»Die Zauberflöte«), Ping (»Turandot«), Falke (»Die Fledermaus«), Gustav Graf Pottenstein (»Das Land des Lächelns«), Figaro (»Il barbiere di Siviglia«), Marcello (»La bohème«) Harlekin (»Ariadne auf Naxos«) oder Pantalon (»Die Liebe zu den drei Orangen«).
Zu den Dirigenten und Regisseuren, mit denen Daniel Schmutzhard gearbeitet hat, gehören
u. a. Vincent Boussard, Beverly Blankenship, Stephan Bruckmeier, Karel-Mark Chichon, Bertrand de Billy, Leopold Hager, René Jacobs, William Kentridge, Ernst Märzendorfer, Josef Ernst Köpplinger, Sebastian Weigle, Franz Welser-Möst, Jossi Wieler und Johannes Wildner.
2008 und 2009 war Daniel Schmutzhard u. a. auch am Theater an der Wien, bei den Tagen der Alten Musik – Innsbruck, den Salzburger Festspielen und an der Glyndebourne Touring Opera (Papageno) engagiert. 2009 sang er mit großem Erfolg den Pagageno in der Neuproduktion der »Zauberflöte« unter René Jacobs beim Festival d'Aix-en-Provence. Diese Produktion wurde auch für eine CD produziert und konzertant in der Pariser »Salle Pleyel« und der Berliner Philharmonie aufgeführt.
Höhepunkte 2010/11 sind u. a. die Rolle des Zacharias in der Uraufführung der Kirchenoper »Die Geburt des Täufers« von Jyrki Linjama beim Carinthischen Sommer 2010 sowie die Rolle des Danilo (»Die Lustige Witwe«) an der Volksoper Wien.