Olga Peretyatko-Mariotti

Olga Peretyatko-Mariotti wurde in St. Petersburg geboren und begann ihre musikalische Laufbahn im Alter von 15 Jahren im Kinderchor am dortigen Mariinsky-Theater. Später absolvierte sie einen Kurs als Chorleiterin und studierte danach Gesang an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin. Sie ist Preisträgerin verschiedener internationaler Gesangswettbewerbe, wie etwa des von Plácido Domingo ins Leben gerufenen internationalen Wettbewerbes »Operalia«, bei dem sie den 2. Platz belegte. 2015 wurde sie mit dem Preis der italienischen Musikkritik »Franco Abbiati« für ihre Interpretation der Marfa in Rimsky-Korsakows »Die Zarenbraut« am Teatro alla Scala als beste Sängerin des Jahres 2014 ausgezeichnet.
Von 2005 bis 2007 war Olga Peretyatko-Mariotti Mitglied des Opernstudios der Staatsoper Hamburg. In den Jahren darauf folgten u. a. Engagements an der Staatsoper Berlin, der Bayerischen Staatsoper München, der Semperoper Dresden, dem Théâtre des Champs-Élysées in Paris und dem Teatro La Fenice in Venedig sowie beim Rossini Opera Festival in Pesaro und dem Festival »La Folle Journée« in Nantes, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona und vielen weiteren.
Große internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung erlangte Olga Peretyatko-Mariotti mit der Rolle der Nachtigall in Strawinskys Oper »Le Rossignol« in der gefeierten Inszenierung von Robert Lepage, die 2009 in Toronto Premiere hatte und darauf folgend im Rahmen des Festival d’Aix-en-Provence, sowie in Lyon, New York und Amsterdam aufgeführt wurde.
Mit ihren Rollendebüts als Adina in »L’elisir d’amore« in Lille und als Lucia di Lammermoor am Teatro Massimo di Palermo sowie in der Rolle der Gilda in »Rigoletto« anlässlich ihrer Theaterdebüts am Teatro Comunale di Bologna, dem Teatro La Fenice in Venedig und im Rahmen des Opernfestivals Avenches konnte sie weitere große Erfolge feiern.
Im Jahr 2011 debütierte Olga Peretyatko-Mariotti erfolgreich als Giulietta in Bellinis »I Capuleti e i Montecchi« in Lyon und Paris. In Lausanne übernahm sie zum ersten Mal die Titelrolle in Händels »Alcina« und in Amsterdam glänzte sie bei ihrem Debüt als Fiorilla in »Il turco in Italia«. Ihr Auftritt als Adina in »L’elisir d’amore« bei den Pfingstfestspielen in Baden-Baden, wo sie kurzfristig für eine Kollegin einsprang, begeisterte Presse und Publikum gleichermaßen, genauso wie ihr Debüt an der Deutschen Oper Berlin in der Rolle der Lucia di Lammermoor. Auch für ihre Interpretation der Matilde di Shabran im Rahmen des Rossini Opera Festival in Pesaro 2012 (auf DVD bei DECCA erhältlich) wurde sie einhellig gefeiert.
Zu ihren Verpflichtungen im Laufe der Jahre 2013 und 2014 gehörten ihre Debüts bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen (Giunia in »Lucio Silla«), an der Wiener Staatsoper, am Opernhaus Zürich und in der Arena di Verona (Gilda in »Rigoletto«), an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin und dem Teatro alla Scala (Marfa in »Die Zarenbraut«) sowie ihr erfolgreiches Debüt an der Metropolitan Opera in New York (Elvira in »I puritani«). Weiterhin kehrte sie als Gast an die Staatsoper Hamburg (Adina in »L’elisir d’amore«, Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos«), zum Festival d’Aix-en-Provence und an die Bayerische Staatsoper München (Fiorilla in »Il turco in Italia«) zurück. Die Rolle der Adina führte sie zudem an die Deutsche Oper Berlin, mit der sie auch am Teatro San Carlo in Neapel debütierte.
Im Rahmen einer Tournee nach China mit dem Orchestre Symphonique de Montréal sang sie Richard Strauss’ »Vier letzte Lieder« unter der Leitung von Kent Nagano und wirkte 2014 unter der Leitung von Daniele Gatti beim Concert de Paris mit, das eine halbe Million Zuschauer anzog und live im Fernsehen übertragen wurde.
2015 debütierte sie mit großem persönlichen Erfolg als Violetta in »La traviata« an der Opéra de Lausanne und in einer neuen Inszenierung des Werks am Festspielhaus Baden-Baden. Darüber hinaus war sie wiederum an der Wiener Staatsoper in »I puritani«, am Teatro alla Scala als Desdemona in Rossinis »Otello« zu hören und debütierte am Teatro Regio di Torino (»I puritani«).
Ende 2015 folgten weitere Theaterdebüts am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel (»L’elisir d’amore«) sowie am Teatro Real in Madrid in der Rolle der Gilda in »Rigoletto«, mit der sie erneut an der Metropolitan Opera New York zu sehen war. In Claus Guths Neuinszenierung dieser Oper trat sie im Frühling 2016 mit großem Erfolg erstmals an der Opéra Bastille in Paris auf, und im Herbst des Jahres erfolgten mit der Rolle der Donna Anna in »Don Giovanni« an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin sowie als Konstanze in »Die Entführung aus dem Serail« am Opernhaus Zürich lang erwartete Rollendebüts aus dem Mozart-Repertoire. Im März 2017 war ihre Interpretation der Titelrolle von Donizettis »Lucia di Lammermoor« auf der Bühne des New National Theatre in Tokio ein großer Erfolg.
Für die kommenden Spielzeiten sind weiterhin wichtige Debüts am Royal Opera House Covent Garden in London, an der Opéra de Monte-Carlo geplant und verschiedene Neuproduktionen und weitere Auftritte führen sie an die Wiener Staatsoper, an die Metropolitan Opera New York, ans Opernhaus Zürich, an die Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Deutsche Oper Berlin, an das Teatro alla Scala in Mailand, an das Teatro Real in Madrid sowie an das Festspielhaus Baden-Baden und an die Staatsoper Hamburg. Dabei erwarten Olga Peretyatko-Mariotti mit der Norina in Donizettis »Don Pasquale«, der Titelrolle in dessen »Anna Bolena« oder der Pamina in »Die Zauberflöte«, der Contessa in Mozarts »Le nozze di Figaro«und der Rosina in Rossinis »Il barbiere di Siviglia« sowie der Mathilde in dessen »Guillaume Tell« weitere Rollendebüts, wozu auch die Verkörperung aller weiblichen Rollen in Offenbachs »Les contes d’Hoffmann« gehört.
Im Februar 2016 trat Olga Peretyatko-Mariotti anlässlich des 60. Opernballs der Wiener Staatsoper als Stargast an der Seite von Plácido Domingo auf. Im Juni desselben Jahres war sie gemeinsam mit Bryn Terfel und Rudolf Buchbinder Solistin im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums der Sommernachtsgala des Grafenegg Festivals, das bei Unitel auf DVD veröffentlicht wurde.
Olga Peretyatko-Mariotti ist Exlusivkünstlerin bei Sony Classical. Ihre erste Solo-CD »La bellezza del canto« mit Arien von Rossini, Verdi, Donizetti, Massenet und Puccini wurde 2011 veröffentlicht und von Presse und Publikum hoch gelobt. Ihre zweite CD »Arabesque« kam im Sommer 2013 mit ebenso großem Erfolg an die Öffentlichkeit und ihre dritte Einspielung »Rossini!«, die ausschließlich dem Komponisten aus Pesaro gewidmet ist, wurde im Spätsommer 2015 veröffentlicht und 2016 mit dem Echo in der Kategorie »Bestes Soloalbum Opernarien« ausgezeichnet. Die Veröffentlichung ihres neuesten Albums »Russian Lights« ist für Sommer 2017 geplant.

Bevorstehende Termine mit Olga Peretyatko-Mariotti

Foto:
  • Daniil Rabovsky