In der Oper dominiert oft genug das Tragische. Die FESTTAGE 2019 zeigen, dass dies nicht immer so sein muss. Zwei musikalische Komödien des 19. und 20. Jahrhunderts stehen im Mittelpunkt: Richard Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg«, deren Handlung bei aller gedanklichen Gewichtigkeit nicht zuletzt auch das Menschliche-Allzumen­schliche thematisiert, sowie Sergej Pro­kofjews selten gespielte Liebes- und Ver­wechslungskomödie »Die Verlobung im Kloster«, deren turbulentes Geschehen auch einer Mozart- oder Rossini-Oper entstammen könnte. Beide Werke diri­giert Daniel Barenboim, wie auch das Konzertprogramm: Die Wiener Phil­harmoniker widmen sich neben Mahlers Sinfonie-Erstling auch Prokofjews »Sym­phonie classique«, die respektvoll-res­pektlos die Tonsprache Haydns und Mo­zarts aufgreift. Anna Netrebko präsentiert gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin Opernarien von Giuseppe Verdi, dessen »Quattro pezzi sacri« mit dem Rund­funkchor Berlin das Programm ergänzen. Und das neu gegründete Opernkinder­orchester debütiert mit Prokofjews »Peter und der Wolf«.

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April – 2019