Hommage

Am 23. Mai 2022 ehrt die Staatsoper Otmar Suitner (1922-2010) anlässlich seines 100. Geburtstags mit einer Hommage-Veranstaltung im Apollosaal. Otmar Suitner, der von 1964 bis 1991 Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden war und von Daniel Barenboim in dieser Funktion abgelöst wurde, hätte am 16. Mai seinen 100. Geburtstag gefeiert.

OTMAR SUITNER ZUM 100. GEBURTSTAG – EINE HOMMAGE
23. Mai 2022 um 19 Uhr
Apollosaal
Filmvorführung »Nach der Musik« von Igor Heitzmann
Mitglieder der Staatskapelle Berlin
Der Eintritt ist frei.

Neben Informationen über das Leben und Wirken von Otmar Suitner und musikalischen Beiträgen von Mitgliedern der Staatskapelle Berlin steht der Film »Nach der Musik« im Zentrum der Veranstaltung, in Anwesenheit von Igor Heitzmann, dem Sohn Otmar Suitners. Der Film wurde zum Teil im Apollosaal gedreht. In »Nach der Musik« erzählt Igor Heitzmann die Geschichte einer Annäherung: an den Vater, den fernen Dirigenten, an das verschwundene Land DDR, die ungewöhnlichen Lebenswege der Eltern – und an die Musik. Er zeigt die großen Momente aus Suitners Musikerleben, gefeierte Konzerte und Tourneen, aber auch einfache Orchesterproben oder die Arbeit mit den Studierenden seiner Dirigierklasse an der Musikuniversität in Wien. In Bildern und Gesprächen rekonstruiert er die Familiengeschichte. Der Vater drückt in der Musik seine Gefühle aus, der Sohn mit der Kamera. »Nach der Musik« ist das Porträt eines Mannes, der zwischen den Welten balancierte: zwischen Ost und West, Privatleben und Karriere, Ehefrau und Geliebter – und der vor allem anderen immer für die Musik gelebt hat. Ein Film über einen großen Dirigenten, erzählt von seinem Sohn, der nach der Musik sucht, um den Vater zu finden.

Der in Innsbruck geborene Dirigent war als Generalmusikdirektor nicht nur der musikalische Leiter eines traditionsbewussten Klangkörpers, sondern über mehrere Jahrzehnte hinweg auch »Kopf und Herz seiner Staatskapelle« – wie es die Musiker:innen selbst ausdrückten. Als Österreicher in der DDR verkörperte er dabei schon aufgrund seiner Person schon jene internationale Offenheit, die er durch sein Wirken auch der Staatsoper und der Staatskapelle in der Zeit der deutschen Zweistaatlichkeit erhalten konnte. Zahlreiche Gastspiele und Tonaufnahmen von bleibendem Wert, aber auch die kontinuierliche Pflege des Opern- und Konzertrepertoires von Klassik, Romantik und Moderne (bis hin zur Uraufführung von u. a. Werken Paul Dessaus) geben davon Zeugnis.

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