Martin GruberChoreographie

Martin Gruber wurde 1957 geboren und ist Choreograph und Regisseur. Er war langjähriger Dozent für Rolle und Bewegung an der Otto-Falckenberg-Schule und der Bayerischen Theaterakademie in München und assistierte mehrmals bei Robert Wilson. Er praktiziert ...

Martin Gruber wurde 1957 geboren und ist Choreograph und Regisseur. Er war langjähriger Dozent für Rolle und Bewegung an der Otto-Falckenberg-Schule und der Bayerischen Theaterakademie in München und assistierte mehrmals bei Robert Wilson. Er praktiziert verschiedene asiatische Kampfkünste, ihm wurde der 6.Dan Aikido verliehen. Martin Gruber ist Begründer der Talmi-Methode®. Neben seiner Internationalen Lehrtätigkeit veröffentlichte er zahlreiche Beiträge zu Schauspiel und Bewegung. Seit 2010 ist er Professor an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin.
Zu seinen künstlerischen Arbeiten zählen: die Choreographie von »Mann ist Mann« von Bertolt Brecht in der Regie von Günther Gerstner an den Kammerspielen München 1987, die Regie zur Uraufführung von »Autistenhochzeit« von Alexander Wagner am Gasteig in München 1993 sowie im gleichen Jahr die Choreographie zu »Der Sturm« von William Shakespeare in der Regie von Dieter Dorn an den Münchner Kammerspielen, wobei als Integrativer Bestandteil der Inszenierung speziell angefertigte, lebensgroße Puppen (»Geister«) eingesetzt wurden. 1994 choreographierte er an der Staatsoper Unter den Linden Berlin »Elektra« von Richard Strauss, unter der Leitung von Daniel Barenboim und in der Inszenierung von Dieter Dorn. Mit diesem arbeitete er auch 1996 bei der Uraufführung von »Ithaka« von Botho Strauß an den Münchner Kammerspielen zusammen. Gruber war für die Projektentwicklung und Regie des Stücks »Beijing lan – Peking ist blau« verantwortlich. Es wurde 1997 in der Yan Huang Art Gallery in Beijing (VR China) uraufgeführt; dazu entstand eine Fernsehdokumentation mit dem Titel »Begegnungen in Beijing. Ein ungewöhnliches Theaterprojekt in China«, die bei Arte und 3sat ausgestrahlt wurde.
1998 führte er Regie bei der Uraufführung von »Anstatt Rashomon« von Susanne Göße am Stadttheater Ulm und choreographierte 2000 die Uraufführung von »Memory. Eine Videooper.« in der Regie von Otto Kukla am Theater am Neumarkt in Zürich.Weitere Vorstellungen fanden in München, Sarajevo und Teheran statt. 2003 zeichnete er für die Entwicklung des interdisziplinären Theaterprojekts »Monteverdi.Duelle« verantwortlich, bei dem er auch die Regie übernahm. Das Werk wurde bei den Münchner Opernfestspielen aufgeführt. Auch 2004 realisierte Gruber ein Theaterprojekt: »Dialoge über die Liebe. Eine Straßenoper«, das im Juni 2004 beim Internationalen Festival Hue (Vietnam), im Oktober 2004 in Hanoi (Vietnam) und bei den Münchener Opernfestspielen desselben Jahres aufgeführt wurde. Zu dem Projekt erschien eine Fernsehdokumentation unter dem Titel »The Linking between Asia and Europe« von Vietnam Television, die auf VTV3 im vietnamesischen Fernsehen gezeigt wurde
2005 choreographierte Martin Gruber die Uraufführung von »Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war« in der Regie von Joachim Meyerhoff am Maxim Gorki Theater Berlin. 2006 wirkte als Regiemitarbeiter bei Dieter Dorns Inszenierung von »Die Bakchen« von Euripides am Residenztheater in München mit; am Schaupielhaus Salzburg inszenierte Gruber 2008 »Sakkorausch« von Elisabeth Reichart.
Martin Gruber war Mitarbeiter und Schauspieler bei dem Transmedia Storytelling Project: »Lavapolis/Friday in Venice« von Michael Schindhelm für die Architecture Biennale of Venice in der Regie von Robert Schuster.
Seit 2014 hat er eine International Research Fellowship bei dem Projekt »Zhou Xinfang und seine Bedeutung für den Shanghaier Jingju Stil« in Shanghai inne.