17. Januar: Uraufführung des Maskenmusiktheaters HIMMELERDE, einer gemeinsamen Produktion der Staatsoper Unter den Linden, Familie Flöz und der Musicbanda Franui

Am 17. Januar wird HIMMELERDE, ein Maskenmusiktheater der Familie Flöz und der Musicbanda Franui nach Werken von Franz Schubert, Robert Schumann, Gustav Mahler, Anton Webern u. a. im Rahmen von LINDEN 21 im Großen Saal der Staatsoper Unter den Linden uraufgeführt. Die Komposition und die musikalische Bearbeitung übernahmen Markus Kraler und Andreas Schett, der auch die musikalische Leitung innehat. Es spielt die Musicbanda Franui.
Inszeniert wurde HIMMELERDE von Michael Vogel. Die Masken entwarf Hajo Schüler. Die Bühne gestaltete Felix Nolze, die Kostüme Birgit Wentsch und die Videoprojektionen Andreas Dihm. Auf der Bühne sind Paul White als Tänzer und Choreograph, sowie die Maskenspielerinnen und -spieler Anna Kistel, Björn Leese, Hajo Schüler und Mats Süthoff zu erleben. Es singen Anna Prohaska und Florian Bösch.

Die unverwechselbaren Trauermärsche und Tanzbodenstücke der Osttiroler Musicbanda Franui, und das virtuose Maskenspiel des Berliner Theaterkollektivs Familie Flöz sind Ausgangspunkt der Stückentwicklung von HIMMELERDE, das sich mit dem Phänomen der deutschen Romantik des frühen 19. Jahrhunderts auseinandersetzt und die uns bis heute faszinierenden Ursprungsbilder dieser Epoche beschwört.
Franui versteht sich als »Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik«, so werden die neu arrangierten Liedkompositionen von u. a. Franz Schubert, Gustav Mahler, Johannes Brahms, Robert Schumann und Anton Webern nicht nur in ihrer Schönheit zelebriert, sondern verschmelzen mit dem farbenreichen Instrumentarium des Alpenraums, werden skelettiert, angereichert, übermalt und weitergedacht. Inspiriert von der Bearbeitung des musikalischen Repertoires entwickelte Familie Flöz ein Maskenmusiktheater, das episodenhaft Geschichten von Menschen erzählt, die sich in den Wünschen und Träumen, den Ängsten und Sehnsüchten der Romantiker widerspiegeln und die uns bis heute berühren.

Die international renommierte Company Familie Flöz verbindet seit 1996 in ihren Produktionen Physical Theatre, Maskenspiel, Artistik, Improvisation und Schauspielkunst. Selbstentwickelte Masken und die Auslassung der Sprache als Kommunikationsmittel prägen die besondere Ästhetik der Gruppe. Bis heute wurden die Stücke von Familie Flöz in 34 Ländern auf der ganzen Welt gezeigt, in den kommenden Wochen stehen Auftritte in der Schweiz, in Frankreich, Italien, Tschechien, Portugal und China an.

Die Musicbanda Franui spielt seit 1993 in nahezu unveränderter Besetzung und ist bei vielen Festivals und Konzertveranstaltern zu Gast, u. a. im Wiener Konzerthaus, im Burgtheater in Wien, bei den Salzburger Festspielen, den Bregenzer Festspielen, der Ruhrtriennale, den Ludwigsburger Schlossfestspiele, in der Kölner Philharmonie, der Elbphilharmonie in Hamburg und der Philharmonie de Paris. Franui ist bekannt für seine Neuinterpretationen der Lieder von Schubert, Schumann, Brahms und Mahler, bei denen die Grenzen zwischen Improvisation, Arrangement und (Re-)Komposition verschwimmen. 2018 hat das Jubiläumsalbum von Franui »Ständchen der Dinge« den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik erhalten.

Im Dezember ist die Musicbanda Franui zusammen mit dem Puppenspieler Nikolaus Habjan mit zwei Musiktheaterabenden im Pierre Boulez Saal zu erleben. »Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus« am 19. und 20. Dezember, das zweite gemeinsame Projekt der Künstler, verbindet Puppenspiel, Rezitation und Musik frei nach Schubert, Schumann, Brahms und Mahler.

LINDEN 21 umfasst Produktionen und Projekte des Spielplans, die nach neuen Aufführungs- und Rezeptionsformen des zeitgenössischen Musiktheaters suchen. Kammeropern sind hier ebenso vertreten wie inszenierte Konzerte oder Stückentwicklungen. Die Produktionen finden an verschiedenen Orten im Haus statt – im Alten Orchesterprobensaal, im Apollosaal und auf der großen Bühne – und sind über die ganze Spielzeit in das Programm eingeflochten.

Eine Pressekarte für HIMMELERDE und die Konzerte der Musicbanda Franui reservieren wir Ihnen gerne nach Verfügbarkeit über pressoffice@staatsoper-berlin.de


HIMMELERDE
Ein Maskenmusiktheater von Familie Flöz und Musicbanda Franui
Nach Werken von Franz Schubert, Robert Schumann, Gustav Mahler, Anton Webern u. a.
Uraufführung am Donnerstag, den 17. Januar 2019 um 19:30 Uhr

Weitere Vorstellungen am 19. Januar sowie 6. und 7. April 2019
Staatsoper Unter den Linden

Eine Werkeinführung findet jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt.

HIMMELERDE ist eine gemeinsame Produktion der Staatsoper Unter den Linden, Familie Flöz und Musicbanda Franui in Koproduktion mit dem Theaterhaus Stuttgart und den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Gefördert aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Tickets sowie weitere Informationen unter Telefon 030 20 35 45 55 und www.staatsoper-berlin.de