Emmanuel Carlier wurde in Paris geboren, wo er heute lebt, und ist von Beruf Fotograf. Sein Werk konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Bild und Zeit. Im Jahr 1989 präsentierte er im Grand Palais in Paris eine monumentale Videoskulptur mit dem Titel »Le Temps désanamorphosé«. 1992 entwickelte er ein originelles Verfahren namens »Temps Mort« (Tote Zeit), das es ermöglicht, sich im Raum zu entwickeln, ohne sich in der Zeit zu entwickeln – ein Verfahren, das bereits mehrfach als Filmeffekt eingesetzt wurde, insbesondere im Film »Matrix«. 
Seit 1995 produziert er Videoinstallationen, die in Frankreich und im Ausland ausgestellt wurden: auf der Biennale für zeitgenössische Kunst in Lyon (1995), der Biennale in Montreal (1996), der Biennale in Kwangju (1997), in Rio, Berlin (2003), Genf (2004) und im Shanghai Museum of Contemporary Art – Power Station of Art (2017).
Seit 1993 arbeitet Emmanuel Carlier mit La Fura dels Baus zusammen und erstellt Videos für Performances, Sprech- und Musiktheaterproduktionen und Aufführungen symphonischer Werke wie »MTM« (1994), »Fausto« (1998), »D. Q. Don Quijote en Barcelona« (2000), »XXX« (2002), »La Metamorfosis« (2005), »Herzog Blaubarts Burg« (2007), Respighis »Trilogia Romana« (2011), »Un ballo in maschera« (2012), »Erwartung« (2013), Villa-Lobos' »Alma Brasileira« (2016), Strawinskys »L‘Histoire du Soldat« (2018) und »Idoménée« (2020-2021).