Andreas Kriegenburg wechselte nach einigen Jahren als Regieassistent und Regisseur in Zittau und Frankfurt/Oder 1991 an die Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, wo er bis 1996 fester Regisseur war. Seine dortige Inszenierung von Büchners »Woyzeck« wurde für das Berliner Theatertreffen ausgewählt. Als Hausregisseur war er anschließend am Staatstheater Hannover (1997–1999) und am Burgtheater in Wien (1999–2001) engagiert. Von 2001 bis 2009 war er Oberspielleiter am Thalia Theater in Hamburg. Neben seinen Arbeiten in Hamburg inszenierte er als Gast der Münchner Kammerspiele 2002 die »Orestie«, 2004 Hebbels »Die Nibelungen«, 2006 »Drei Schwestern« sowie 2008 »Der Prozess« nach Kafka und wurde mit diesen Inszenierungen zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Im September 2009 ging er zusammen mit Intendant Ulrich Khuon ans Deutsche Theater in Berlin und war dort bis 2013/14 Hausregisseur. Als Opernregisseur debütierte Kriegenburg 2006 mit »Orfeo ed Euridice« in Magdeburg. Es folgten »Wozzeck«, »Der Ring des Nibelungen« und »Die Soldaten« an der Bayerischen Staatsoper, »Otello« an der Deutschen Oper Berlin, »Tosca« in Frankfurt, »Orlando«, »Così fan tutte« und »Don Giovanni« in Dresden, »Die Frau ohne Schatten« an der Staatsoper Hamburg, »Lady Macbeth von Mzensk« bei den Salzburger Festspielen 2017 und »Les Huguenots« an der Opéra national de Paris. Für seine Bearbeitung von Hebbels »Die Nibelungen« erhielt er 2005 den österreichischen Nestroy-Theaterpreis für die beste deutschsprachige Inszenierung des Jahres sowie den 3sat-Innovationspreis für seine »zukunftsweisende Leistung«. 2008 wurde er für seine Uraufführung von Dea Lohers »Das letzte Feuer« mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet. Für die Bühnenbilder zu seinen Inszenierungen von Kleists »Prinz Friedrich von Homburg« und Dea Lohers »Diebe« wurde er 2010 von der Fachzeitschrift Theater heute zum Bühnenbildner des Jahres gekürt.