Damiano Michieletto wird international als einer der interessantesten Vertreter der jüngeren Generation italienischer Regisseure gefeiert. Er studierte Opern- und Theaterregie an der Scuola d’Arte Drammatica »Paolo Grassi« in Mailand und moderne Literatur an der Università Ca’ Foscari in seiner Heimatstadt Venedig. Seine Inszenierung von Weinbergers »Schwanda, der Dudelsackpfeifer« beim Wexford Festival 2003 gewann einen Irish Times/ESB Theatre Award, gefolgt von gefeierten Arbeiten wie »La gazza ladra« (premio Abbiati) für das Rossini Opera Festival in Pesaro, »La Bohème« als Debüt bei den Salzburger Festspielen, wohin er für »Falstaff«, »La Cenerentola« und »Alcina« zurückkehrte, und »Un ballo in maschera« an der Mailänder Scala. 2015 inszenierte er »Il viaggio a Reims« (Amsterdam), »Guillaume Tell« und »Cavalleria rusticana/Pagliacci« (London, Olivier Award); 2016 »Otello« (Theater an der Wien), »Samson et Dalila« (Paris), Peroccos »Aquagranda« (Venedig, premio Abbiati) und »Cendrillon« (Komische Oper Berlin). 2017 entstanden »Rigoletto« (Amsterdam) und »La damnation de Faust« (Rom, premio Abbiati), 2018 »Die Lustige Witwe« und »Macbeth« (Venedig), »Ein Sommernachtstraum« (Wien), »Don Pasquale« (Paris) sowie »Il viaggio a Reims« als sein Debüt am Bolschoi-Theater in Moskau. 2019 debütierte er mit »Der ferne Klang« an der Oper Frankfurt, 2020 entstanden »Rigoletto« am Circo Massimo in Rom und »Béatrice et Bénédict« an der Opéra de Lyon. 2021 folgen »Kát'a Kabanová« beim Glyndebourne Festival, »Salome« an der Scala und eine Verfilmung von »Gianni Schicchi«.