Blockflötistin, Ensembleleiterin, Dirigentin, Festivalintendantin und Hochschulprofessorin: Preisgekrönt mit den wichtigsten Musikpreisen wie dem ECHO und OPUS Klassik, dem Diapason d’Or, dem ICMA Award und dem Telemannpreis der Stadt Magdeburg, den sie in 2020 als erste Frau erhielt, und ausgezeichnet mit der Ehrenbürgerschaft ihrer Heimatstadt und dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse gehört Dorothee Oberlinger heute zu den vielseitigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten in der Alten Musik. Neben der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts widmet sie sich auch der zeitgenössischen Musik. Mit ihrem Ensemble 1700 hat sie Barockopern wie »Lucio Cornelio Silla«, »Polifemo« von Bononcini, die »Pastorelle en musique« von Telemann und »Il portentosi effetti de la madre natura« von Giuseppe Scarlatti realisiert, zuletzt die szenische Umsetzung der Serenata »Il giardino d’amore« von A. Scarlatti. Seit 2004 ist sie Professorin am Mozarteum Salzburg, wo sie bis 2018 das Institut für Alte Musik leitete. Seit 2009 ist sie Intendantin der traditionsreichen Arolser Barockfestspiele und leitet außerdem seit 2018 die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci.