Dorothee Oberlinger zählt heute zu den namhaften Vertretern ihres Instruments. Ihr Debüt gelang ihr 1997 mit dem 1. Preis im internationalen Wettbewerb SRP/Moeck U. K. in der Wigmore Hall London. Es folgten Einladungen zu Konzerten und Festivals in ganz Europa, Amerika und Asien. Als Solistin spielt sie mit dem von ihr 2002 gegründeten Ensemble 1700 sowie mit renommierten Barockensembles und Orchestern wie den Sonatori de la Gioiosa Marca, Musica Antiqua Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin, B’Rock, der Academy of Ancient Music, London Baroque, Zefiro, Concerto Köln und l’arte del mondo. Sie initiiert regelmäßig gemeinsame Konzert- und CD-Projekte mit Musikern wie Reinhard Goebel, Vittorio Ghielmi, Alfredo Bernardini, Luca Pianca, Dmitry Sinkovsky, Nils Mönkemeyer und Andreas Scholl.
Ihre CD-Einspielungen mit barocker Musik wurden von der internationalen Fachkritik mit höchsten Auszeichnungen, darunter mehrere ECHO Klassik-Preise und der Diapason d’or, bewertet. Ihr erfolgreiches Debüt als Dirigentin gab sie 2011 in Salzburg. Zuletzt leitete sie 2018 bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen Händels »Lucio Cornelio Silla« und 2019 bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci und im Markgräflichen Theater in Bayreuth Giovanni Bononcinis »Polifemo«. Neben der Musik des Barock widmet sich Dorothee Oberlinger auch der zeitgenössischen Musik. Seit 2009 ist sie Intendantin der Arolser Barockfestspiele, seit 2004 Professorin an der Universität Mozarteum Salzburg, wo sie das Institut für Alte Musik aufbaute und bis 2018 leitete. Seit 2018 ist sie Intendantin der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci. 2020 wird Dorothee Oberlinger mit dem renommierten Georg-Philipp-Telemann-Preis der Stadt Magdeburg geehrt.