Marina Giovannini, Tänzerin und Choreographin, arbeitet mit Tänzern, Choreographen und Künstlern zusammen und konzentriert sich dabei auf ihre persönliche Forschung zu einer Sprache, die die Natürlichkeit von Gesten fördert. Mit einer klassischen Tanzausbildung begann sie ihre Karriere bereits in jungen Jahren als Solotänzerin beim Balletto di Toscana. Dort interpretierte sie neoklassische und zeitgenössisch-europäische Werke u. a. von Hans Van Manen und Angelin Preljocajs. In den folgenden Jahren widmete sie sich in umfangreichen Maß dem italienischen zeitgenössischen Tanz, vor allem in der Compagnia Virgilio Sieni, wo sie von 1993 bis 2006 als Interpretin und künstlerische Mitarbeiterin an einer Vielzahl von Produktionen mitwirkte. Nach langjähriger Auseinandersetzung mit Darbietungen verschiedener Art begann sie 2007 persönliche Forschung zu betreiben und widmete sich unabhängigen Kreationen, um ihre eigene choreographische Untersuchung über das Verhältnis zwischen Kraft und Technik und der Schönheit natürlicher Gesten zu leiten. In der internationalen zeitgenössischen Tanzszene nimmt sie an verschiedenen Produktionen teil und arbeitete in diesem künstlerischen Kontext mit verschiedenen weltweit renommierten Theatern und Festivals wie der Biennale in Venedig. Weiterhin intensiviert sie eigene Kooperationen, insbesondere mit der Regisseurin Letizia Renzini, um eine neue Form der Multimedia-Sprache zu entdecken.