Nina Stemme

Die schwedische Sopranistin Nina Stemme ist heute weltweit eine der gefragtesten Interpretinnen ihres Fachs. Auf ihr Debüt als Cherubino in Italien folgten Einladungen an Opernhäuser wie die Königliche Oper in Stockholm, die Wiener Staatsoper, die Semperoper Dresden, das Grand Théâtre de Genève, das Opernhaus Zürich, das Teatro di San Carlo in Neapel, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die Metropolitan Opera in New York, die San Francisco Opera und an die Festivals von Bayreuth, Salzburg, Savonlinna, Glyndebourne und Bregenz, wo sie mit großem Erfolg die Partien ihres Repertoires sang wie Rosalinde (»Die Fledermaus«), Mimi (»La Bohème«), Cio-Cio-San (»Madama Butterfly«), die Titelrollen in »Tosca« und »Manon Lescaut«, Tatjana (»Eugen Onegin«), Katerina (»Lady Macbeth von Mzensk«), Agathe (»Der Freischütz«), Marie (»Wozzeck«), die Titelrolle in »Jenůfa«, »Arabella«, »Ariadne auf Naxos« und »Salome«, Marschallin (»Der Rosenkavalier«), sowie alle großen Wagner-Partien ihres Fachs wie Eva (»Die Meistersinger von Nürnberg«), Elisabeth (»Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf Wartburg«), Elsa (»Lohengrin«), Senta (»Der Fliegende Holländer«) und die Brünnhilden in »Der Ring des Nibelungen«.
Ihre herausragende erste Isolde beim Glyndebourne Festival ist auch auf DVD erschienen. Sie sang diese Rolle außerdem in der berühmten EMI-Aufnahme mit Plácido Domingo und mit großartigem Erfolg bei den Bayreuther Festspielen, am Opernhaus Zürich, am Royal Opera House Covent Garden London und an der Wiener Staatsoper. 2016 sang sie die Rolle zum 100. Male an der Metropolitan Opera in New York.
In jüngerer Zeit hat Nina Stemme Minnie (»Fanciulla del West«) an der Wiener Staatsoper, an der Königlichen Oper in Stockholm und der Opéra national de Paris gesungen. In zwei Neuproduktionen von »Der Ring des Nibelungen« an der Wiener Staatsoper sowie an der Bayerischen Staatsoper München sang sie Sieglinde und Brünnhilde. An der San Francisco Opera sang sie unter Donald Runnicles die drei Brünnhilden in »Der Ring des Nibelungen«. Unter Claudio Abbado hat Nina Stemme Fidelio beim Lucerne Festival gesungen (ebenfalls auf CD erschienen) und eine tournierte mit dem Schwedischen Kammerorchester. Zuletzt war sie in »Turandot« an der Teatro alla Scala in Mailand, an der Metropolitan Opera und am Opernhaus Zürich zu hören und in der Uraufführung von »Notorious« in Göteborg zu erleben, die als »Beste Uraufführung« bei den International Opera Awards 2016 ausgezeichnet wurde. Außerdem feierte sie ihr Debüt als Kundry im neuen »Parsifal« an der Wiener Staatsoper.
Ihre CD-Aufnahmen umfassen »Fidelio« (Decca), »Tristan und Isolde« (EMI), »The Greek Passion« (Koch Schwann), »Der König Kandaules« (Andante), »The Flying Dutchman« (englisch/CHAN), Schlussszenen von »Salome« und »Capriccio« und »Vier letzte Lieder« (EMI), »Nina Stemme singt Lieder« (Phaedra) und »In Flanders’ Fields« (Phaedra).
Projekte der Saison 2017/18 sind u. a. »Der Ring des Nibelungen« in Dresden und München, »Parsifal« in Zürich und München sowie »Turandot« in San Francisco. Zudem trat Nina Stemme an der berühmten „BBC Last Night of the Proms“ in London auf.
Nina Stemme, die ein Mitglied der Königlichen Musikakademie Schweden ist, wurde 2006 der Titel »Swedish Royal Court Singer« verliehen. Im Juni 2008 verlieh ihr der schwedische König den Orden »Litteris et Artibus« und seit 2012 ist sie österreichische Kammersängerin. Daneben ist sie Preisträgerin mehrerer Auszeichnungen (Laurence Olivier Award, Premio Abbiati). Vom Magazin „Opernwelt“ wurde sie 2012 zur »Sängerin des Jahres« gewählt und hat den ersten »Opera Award« 2013 in London gewonnen. Außerdem erhielt sie den »Opera News Award« 2014. Im Januar 2016 wurde ihr von der Lund Universität die Ehrendoktorwürde und vom Schwedischen Außenministerium den Spezialpreis für »herausragende Leistungen für Schweden im Ausland« verliehen.

Bevorstehende Termine mit Nina Stemme