Der Countertenor Thomas Lichtenecker studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. 2007 wurde der Sänger beim Internationalen Gesangswettbewerb »Ferruccio Tagliavini« mit dem Publikumspreis und dem Preis als Bester Österreichischer Sänger ausgezeichnet. Seine Engagements führten den jungen Sänger u. a. an das Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon, das Opernhaus Zürich, die Staatsoper Unter den Linden, das Nationaltheater Mannheim oder das Theater Chemnitz. Des Weiteren sang er wiederholte Male an der Kammeroper München und bei diversen Festivals wie dem Winter International Arts Festival in Sotschi. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne mit Rollen wie Sesto in »Giulio Cesare«, Prinz Orlofsky in »Die Fledermaus«, Cherubino in »Le nozze di Figaro«, Miles in »The Turn of the Screw« oder Una voce lontana in Salvatore Sciarrinos »Superflumina«. Sein breites Konzert- und Oratorienrepertoire umfasst die »Carmina Burana«, Pergolesis »Stabat Mater« und Bernsteins »Chichester Psalms«. Er arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Ivor Bolton, Paolo Carignani, Julia Jones, Jos van Veldhoven und Johannes Wildner und Regisseuren wie Claus Guth, Martin Kušej, Harry Kupfer und Andrea Schwalbach.
2017 debütierte er als Farinelli in der Welturaufführung von »Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit« an der Volksoper Wien. Mit »Ti vedo, ti sento, mi perdo
« gastierte er Ende 2017 auch erstmals am Teatro alla Scala in Mailand.