Staatsoper Unter den Linden mit erfolgreichem Jahr 2025

Pressemitteilung vom 29. Dezember 2025

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden blickt zum Jahresabschluss auf ein künstlerisch wie wirtschaftlich erfolgreiches Kalenderjahr 2025 zurück. 247.000 Besucher:innen haben im vergangenen Jahr die unterschiedlichsten Vorstellungsformate im Opernhaus Unter den Linden besucht. Das entspricht einer Steigerung von etwa 7.000 Besucher:innen (+3 %) gegenüber dem Vorjahr.

Damit erreicht die Staatsoper ihre höchste Zuschauer:innenzahl seit der Corona-Pandemie. Diese positive Entwicklung unterstreicht das anhaltende Interesse des Publikums an den künstlerischen Angeboten des Hauses auf eindrucksvolle Weise. Auch im Bereich der Einnahmen konnte die Staatsoper ihre Zielsetzungen deutlich übertreffen.

Ein starkes Signal setzte die Mitmachoper Der Freischütz für Kinder: Vier ausverkaufte Vorstellungen mit insgesamt 4.200 jungen Zuschauer:innen im Großen Saal, zahlreiche begleitende Workshops für Familien und Lehrende sowie die aktive Einbindung von Schulklassen aus ganz Berlin und Brandenburg machten das Projekt zu einem der erfolgreichsten Angebote für junges Publikum im Jahr 2025. Das außerordentliche Echo und eine Auslastung von 100% bestätigt die wachsende Bedeutung dieses Programmbereichs.

Künstlerische Höhepunkte des Jahres

2025 war geprägt von einer Reihe herausragender künstlerischer Ereignisse, die national wie international große Aufmerksamkeit fanden.

Ein besonderer Moment war die Wiederaufnahme von Alban Bergs Wozzeck am 14. Dezember 2025, exakt 100 Jahre nach der Uraufführung dieses zentralen Musiktheaterwerks des 20. Jahrhunderts an der Staatsoper Unter den Linden, flankiert von einem zweitägigen Symposion. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Christian Thielemann und in der Inszenierung von Andrea Breth schlug das Haus eindrucksvoll eine Brücke zwischen seiner eigenen Geschichte und der Gegenwart.

Einen weiteren Höhepunkt markierten gleich zu Beginn der Spielzeit die beiden vollständigen Zyklen von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen, die am Vorverkaufstag innerhalb von nur einer Stunde ausverkauft waren. Die Aufführungen unter der Leitung von Christian Thielemann in der Inszenierung von Dmitri Tcherniakov wurden vom Publikum mit überwältigendem Applaus und stehenden Ovationen gefeiert und unterstreichen die internationale Strahlkraft der Staatsoper Unter den Linden und der Staatskapelle Berlin eindrücklich.

Anfang des Jahres feierte die einzige Oper des ungarischen Komponisten György Kurtág Fin de partie in einer Inszenierung von Johannes Erath und mit Alexander Soddy am Pult der Staatskapelle erfolgreich Premiere. Diese außergewöhnliche Oper, eine Vertonung von Samuel Becketts Theaterstück Endspiel, war erstmals auf einer Berliner Opernbühne zu erleben.

Internationale Anerkennung erhielt die Staatsoper Berlin durch den International Opera Award 2025 für Leoš Janáčeks Die Ausflüge des Herrn Brouček in der Inszenierung von Robert Carson, eine Koproduktion mit dem Nationaltheater Brünn sowie dem Teatro Real, Madrid. Die Auszeichnung würdigt zugleich den von Simon Rattle geprägten Janáček-Schwerpunkt des Hauses, der mit der Premiere von Das schlaue Füchslein unter seiner musikalischen Leitung im Februar und März 2026 fortgesetzt wird.

Große Resonanz fand auch die Premiere von Richard Strauss’ Die schweigsame Frau – Christian Thielemanns erste Neuproduktion als Generalmusikdirektor mit der Staatskapelle Berlin, zugleich die Erstaufführung dieses Werkes an der Berliner Staatsoper.

Im Konzertbereich setzte die Staatskapelle Berlin starke Akzente, sowohl unter Leitung ihres Generalmusikdirektors, sowie namhafter Dirigent:innen aus aller Welt. Ein umjubeltes Gastspiel im Wiener Musikverein belegte die internationale Präsenz des Orchesters einmal mehr.

Mit großem Beifall wurde Jacques Offenbachs Les Contes d’Hoffmann aufgenommen, die letzte Neuproduktion des Jahres 2025, in der bildgewaltigen Inszenierung von Lydia Steier und mit Pene Pati in seinem gefeierten Rollendebüt in der Titelpartie.

Publikum, Teilhabe und Öffnung in den Stadtraum

Ein starkes Zeichen für kulturelle Teilhabe setzte 2025 die 19. Ausgabe von „Staatsoper für alle“: Rund 20.000 Zuschauer:innen erlebten dank BMW bei freiem Eintritt auf dem Bebelplatz die Live-Übertragung von Charles Gounods Oper Roméo et Juliette sowie das Open-Air-Konzert der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Christian Thielemann mit Musik von Johannes Brahms. Bei sommerlichem Wetter verwandelte sich der historische Platz erneut in einen der größten Opern- und Konzerträume der Stadt. Das seit 2007 etablierte Format bestätigte einmal mehr seine Bedeutung als niedrigschwelliger Zugang zu Oper und Konzert auf höchstem künstlerischem Niveau und als Leuchtturmprojekt der langjährigen Partnerschaft mit BMW.
Auch die Programme für junges Publikum und kulturelle Bildung prägten das Jahr nachhaltig. Das Kinderopernhaus Berlin feierte sein 15-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung haben mehr als 1.200 Kinder aktiv auf der Bühne gestanden, über 14.000 Zuschauer:innen wurden erreicht. In enger Zusammenarbeit mit inzwischen 16 Kooperationsschulen in sechs Berliner Bezirken, viele davon in sozial herausgeforderten Stadtteilen, steht das Kinderopernhaus beispielhaft für langfristige, wirkungsvoll sich entfaltende kulturelle Vermittlung und musikalische Bildung.

Festtage und internationale Aufmerksamkeit

Mit einem glanzvollen Auftakt starteten die Festtage 2025 an der Staatsoper Unter den Linden. Stehende Ovationen für den Liederabend von Joyce DiDonato, die Wiederaufnahme von Wagners Parsifal, die erfolgreiche Premiere von Bellinis Norma in einer Inszenierung von Vasily Barkhatov mit Rachel Willis-Sørensen in der Titelpartie, sowie das Festtagekonzert der Staatskapelle Berlin mit Anne Sophie-Mutter als Solistin und Simone Young am Pult unterstrichen einmal mehr die internationale Ausstrahlung des Festivals und die zentrale Rolle der Staatsoper im Berliner Kulturkalender.

Insgesamt war 2025 ein Jahr künstlerischer Exzellenz, gestiegener Publikumszahlen und nachhaltiger Bildungsprojekte. Die Staatsoper Berlin bewies sich erneut nachdrücklich als Musiktheatermit internationaler Strahlkraft und Ort kultureller Teilhabe.

Die Staatsoper dankt den Freunden und Förderern der Staatsoper Unter den Linden und ihren Hauptpartnern BMW und Hilti Foundation herzlich für ihre Unterstützung.

Pressemitteilung als PDF herunterladen Alle Pressemitteilungen