Der 1970 in Moskau geborene Regisseur Dmitri Tcherniakov beendete 1993 sein Studium an der Russischen Akademie für Theaterkunst. Seither inszenierte er zahlreiche Opern und Schauspiele sowohl in Russland als auch im Ausland, bei denen er die entsprechenden Bühnenbilder in der Regel selbst entwirft. Zu seinen wichtigsten Operninszenierungen zählen u. a. Michail Glinkas »Ein Leben für den Zaren« am Mariinsky-Theater in St. Petersburg, Alban Bergs »Wozzeck« am Bolschoi-Theater in Moskau sowie Sergej Prokofjews »Der Spieler« an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Im Juni 2011 debütierte Dmitri Tcherniakov an der English National Opera mit Giuseppe Verdis »Simon Boccanegra«. Zwei Jahre später eröffnete er die Spielzeit am Teatro alla Scala in Mailand mit Verdis »La traviata«. 2014 führte es ihn mit Alexander Borodins »Fürst Igor« an die Metropolitan Opera nach New York. In der Saison 2016/17 inszenierte er u. a. »Fürst Igor« an De Nationale Opera in Amsterdam und »Carmen« beim Festival d’Aix-en-Provence. In den darauffolgenden Spielzeiten schlossen sich Produktionen wie »Tristan und Isolde« an der Staatsoper Unter den Linden sowie »Les Troyens« an der Opéra national de Paris an. Für seine künstlerische Arbeit erhielt Dmitri Tcherniakov viele russische Theaterpreise, darunter die renommierte Goldene Maske. Außerdem den Premio Franco Abbiati, Líricos Teatro Campoamor und den internationalen Stanislawski-Preis. Zudem wurde er mehrfach zum Opernregisseur des Jahres (durch die renommierte Zeitschrift Opernwelt) gewählt und auch mit dem International Opera Award im Bereich Best Director geehrt.