Erst vor Kurzem hatte der italienische Tenor Paolo Fanale sein Debüt am Royal Opera House London als Rinuccio in Puccinis »Gianni Schicchi« sowie an der Wiener Staatsoper in der Rolle des Fenton in Verdis »Falstaff«. Außerdem debütierte er am Teatro dell'Opera di Roma als Roberto Leicester in »Maria Stuarda« von Donizetti, sang den Tamino bei den Soirées Lyriques de Sanxay in »Die Zauberflöte« und trat am Théâtre des Champs Elysées in einer konzertanten Version von »Lucia di Lammermoor« auf.

Paolo Fanale wurde in Palermo geboren und studierte dort am Conservatorio Vincenzo Bellini bei Domenico Sanfilippo. Sein professionelles Debüt gab er als Don Ottavio in »Don Giovanni« in Padua. Gesungen hat er bereits am Teatro alla Scala in Mailand, der Metropolitan Opera New York,  an der Opéra national de Paris, der Philharmonie in Berlin, dem Théâtre du Châtelet sowie dem Théâtre des Champs-Elysées, an der Bayrischen Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen, an der Niederländischen Oper in Amsterdam, der Deutschen Oper Berlin, am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Théâtre des Champs-Elysées, am Theater an der Wien, am New National Theatre Tokio, Norwegian National Opera sowie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Außerdem trat er in Helsinki, Genua, Valencia, Straßburg, Neapel, Florenz, Amsterdam, Verona, Turin, Monte-Carlo, Marseille, Bologna, Palermo und beim Lucerne Festival auf. Mit vielen namhaften Dirigenten wie Claudio Abbado, Rafael Frühbeck de Burgos, Daniele Gatti, James Levine, Kurt Masur, Zubin Mehta, Daniel Oren, Antonio Pappano und Jordi Savall hat er bereits zusammengearbeitet.

 

Paolo Fanales Repertoire umfasst Fenton in »Falstaff«, Hylas in »Les Troyens«, Don Ottavio in »Don Giovanni«, Roméo in »Roméo et Juliette«, Nemorino in »L’elisir d’amore«, Tamino in »Die Zauberflöte«, Pelléas in »Pelléas et Mélisande«, Ferrando in »Così fan tutte«, Belmonte in »Die Entführung aus dem Serail«, Tebaldo in Bellinis »I Capuleti e i Montecchi«, Rinuccio in »Gianni Schicchi«, Edgardo in »Lucia di Lammermoor«, Gennaro in »Lucrezia Borgia«, Orfeo in »Orfeo ed Euridice«, Faust in Gounods »Faust«, Grimoaldo in »Rodelinda«, Nicias in »Thaïs«, Rodolfo in »La Bohème«, Tito in »La clemenza di Tito«, Herzog von Mantua in »Rigoletto« und Nadir in »Les Pêcheurs de perles.

Seine Aufnahmen beinhalten Mozarts Messe in c-Moll KV 139, auch »Waisenhausmesse« genannt, Schuberts Messe in Es-Dur D 950 mit Claudio Abbado, aufgenommen bei den Salzburger Festspielen 2012 und »Falstaff« an der Metropolitan Opera mit James Levine.

Weitere Engagements sind »Così fan tutte« an der Bayerischen Staatsoper, eine konzertante Version von »La Favorite« an der Opéra de Marseille, »Don Pasquale« in Bilbao, »Don Giovanni« an der Semperoper Dresden, »La clemenza di Tito« an der Opéra de Lausanne sowie »L'elisir d'amore« an der Wiener Staatsoper. Des Weiteren wird er Rossinis »Stabat Mater« an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und das »Stabat Mater« von Dvořák am Müpa in Budapest singen.