Für ihre Interpretation der Franziska in Christian Josts »Die arabische Nacht« am Staatstheater am Gärtnerplatz wurde die französische Sopranistin Sarah Aristidou 2016 von der Zeitschrift »Opernwelt« als beste Nachwuchskünstlerin nominiert. Seit 2017 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden Berlin und Stipendiatin der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung. In ihrer ersten Spielzeit war sie hier u. a. als Papagena in »Die Zauberflöte« und Taumännchen in »Hänsel und Gretel« sowie auf der Werkstattbühne als Junge Frau in Nikolaus Brass’ »Sommertag« zu erleben.
Bisherige Engagements umfassten Frasquita in »Carmen« und Philidel in »King Arthur« mit dem Münchner Rundfunkorchester. 2016/17 gab sie ihr Debüt als Eurydice in »Orphée aux Enfers
« mit dem Orchestre National des Pays de la Loire an der Angers Nantes Opéra, 2017 folgte dort Damigella in »L’incoronazione di Poppea«. Weitere Engagements führten sie an das Konzerthaus Berlin, die Philharmonie Köln sowie in den Herkulessaal München. Sie ist als Interpretin mehrerer Uraufführungen von Komponisten wie Wolfgang Rihm, Aribert Reimann und Manfred Trojahn in Erscheinung getreten.
Sie begann ihre musikalische Ausbildung in der Maîtrise de Radio-France in Paris und erwarb einen Abschluss in Musikwissenschaft an der Université Paris-Sorbonne und in Musiktheorie am Conservatoire de Paris, ehe sie Gesang an der Universität der Künste Berlin sowie an der Bayerischen Theaterakademie »August Everding« studierte.