Raffaella Giordano stammt aus Turin und arbeitete 1980 bis 1984 unter der Choreographin Carolyn Carlson in der Kompanie Teatro e Danza La Fenice in Venedig. Anschließend sammelte sie Erfahrungen in Pina Bauschs Tanztheater Wuppertal und der Kompanie L’Equisse in Frankreich. Sie ist Mitbegründerin des 1985 entstandenen Kollektivs Sosta Pal­mizi mit Sitz in Turin, seit 1995 in Cortona in der Toskana. Seit 1986 kreiert sie zahlreiche Gruppen- wie Solo-Choreographien, u. a. »Fiordalisi«, »... et anima mea ...«, »Senza titolo«, »Tu non mi perderai mai«, »Cuocere il mondo« und »L’incontro« in Zusammenarbeit mit Maria Muñoz und deren Tanzkompanie Mal Pelo. Im Laufe der Zeit hat sie mit zahlreichen Regisseuren und Autoren an zeitgenössischen Theater-, Opern- und Filmprojekten mitgearbeitet, vor allem bei Filmen und Operninszenierungen von Mario Martone. Seit 2016 ist sie Teil des Projekts »Action« mit Künstlern aus der Toskana, um ein Lehrnetzwerk zu fördern. 2016 spielte Raffaella Giordano die Hauptrolle in Di Costanzos Dokumentarfilm »L’intrusa« und entwickelte die Choreographie zu Paul Hindemiths »Sancta Susanne«, inszeniert von Mario Martone an der Opéra Bastille in Paris. 2017 debütierte sie mit ihrer der Natur gewidmeten Soloarbeit »Celeste – appunti per Natura« bei Autunno Danza in Cagliari und arbeitete als Choreographin für Martones Film »Capri-Batterie«.