Detlef Giese, geboren 1972 in Dessau, aufgewachsen in Vorpommern, studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Geschichte, daneben arbeitete er als Kirchenmusiker. Im Anschluss an seine Ausbildung war er von 1998 bis 2004 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Musikwissenschaftlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin tätig, wo er mit einer Arbeit zu »Espressivo versus (Neue) Sachlichkeit. Studien zu Ästhetik und Geschichte der musikalischen Interpretation« promovierte. Seit 2004 arbeitet er für die Staatsoper Unter den Linden, zunächst als freiberuflicher Konzertredakteur, ab 2008 als Dramaturg für Oper und Konzert, seit 2015 als Leitender Dramaturg. Wesentlich geprägt wurde er von Daniel Barenboim, René Jacobs und Jürgen Flimm, mit denen er regelmäßig zusammenarbeitet, darüber hinaus hat er Musiktheaterproduktionen von u. a. Vera Nemirova, Eva-Maria Höckmayr, Achim Freyer, Harry Kupfer, Sven-Eric Bechtolf, Dmitri Tcherniakov und David Bösch betreut. Besonders intensiv ist er der Staatskapelle Berlin verbunden, zu deren 450-Jahre-Jubiläum er 2020 eine CD-Edition -die mit dem OPUS-KLASSIK ausgezeichnet-, die Buchpublikation »Im Klang der Zeit« sowie eine Ausstellung konzipierte und realisierte. Zudem veröffentlichte er mehrere Dokumentationen zur Geschichte der Staatsoper Unter den Linden, einen Opernführer zu Verdis »Aida«, wissenschaftliche Aufsätze sowie zahlreiche Programmheftbeiträge, u. a. für die Philharmonie Luxemburg, die Salzburger Festspiele, das Kammermusikfestival »intonations«, den Pierre Boulez Saal und die Berliner Singakademie. Neben Opern- und Konzerteinführungen moderiert er auch musikalische Veranstaltungen und ist in Rundfunksendungen zu hören.