Neues aus der Staatsoper

Der Apollo-Salon III zu den Barocktagen 2026

Was haben Liebe und Freundschaft, Macht und Tod mit unserer Gegenwart zu tun? Bei den Barocktagen der Staatsoper Unter den Linden treten barocke Opernmusik und zeitgenössische Poesie in einen ebenso überraschenden wie unterhaltsamen Dialog. Am Sonntag, dem 8. November 2026, begegnen im Apollosaal Arien von Barbara Strozzi, Henry Purcell, Georg Friedrich Händel und Claudio Monteverdi eigens verfassten Texten von Poetry Slammer:innen der Kiezpoeten. Fünf Sänger:innen des Internationalen Opernstudios und fünf professionelle Poet:innen greifen die großen Themen der Barockoper auf, hinterfragen sie aus heutiger Perspektive und eröffnen neue Sichtweisen auf zeitlose menschliche Emotionen und Erfahrungen.

Im Zentrum des Programms stehen ausgewählte, von prominenten Komponist:innen geschaffene Arien aus dem barocken Repertoire, auf die die Poet:innen mit eigens für die Veranstaltung geschriebenen Texten antworten. Dabei nehmen sie die Motive und Konflikte der musikalischen Werke zum Ausgangspunkt für eigene Gedanken, Beobachtungen und pointierte Reflexionen. So begegnen die emotionalen Welten der Barockoper der unmittelbaren Sprache des Poetry Slams – ein Wechselspiel, das neue Zugänge zu den Werken eröffnet und ihre Themen in die Gegenwart rückt.

Auf der Bühne stehen die Sopranistinnen Defne Celik und Etīna Emīlija Saulīte sowie Hanseong Yun (Bassbariton), Temur Bidzishvili und Martin Iivarinen (Bass). Sie werden begleitet vom Cembalisten Tim Ribchester und der Cellistin Ángela Lobato del Castillo. Die poetischen Antworten gestalten Fee Brembeck, Jesko Habert, Aidin Halimi, Nick Pötter und Lisa Maria Olszakiewiecz.

Auch das Publikum ist gefragt: Zum Abschluss können die Besucher:innen ihre Favoriten küren und mitentscheiden, welches Zusammenspiel von Arie und Poetry Slam besonders überzeugend war. Damit wird die Begegnung von barocker Musik und zeitgenössischer Poesie zu einem lebendigen Wettbewerb der Perspektiven, der musikalischen und poetischen Genuss mit unmittelbarer Publikumsbeteiligung verbindet, ganz im Sinne des Salon-Gedankens, den die Staatsoper mit ihrem neuen Format im Apollosaal auf unterschiedliche Art und Weise verfolgen möchte.

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