Seit den 1990er Jahren gehören Aufführungen aus dem vielfältigen Repertoire der Barockoper mit Ensembles, die sich auf die besondere stilistische Spielweise dieser Epoche spezialisiert haben, zum Profil der Staatsoper.
Bei den Barocktagen 2026 spannt sich der Bogen von Werken aus den ersten Jahrzehnten der Gattung Oper bis hin zu einem zentralen Werk über einhundert Jahre später am Ende dieser Epoche. Wie in den ersten Opern überhaupt, steht auch in Glucks Orfeo ed Euridice die mythische Figur des Sängers Orpheus im Mittelpunkt. Bevor die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli mit dieser Titelrolle an die Staatsoper zurückkehrt, eröffnet der Tenor Rolando Villazón die vielen musikalischen Facetten dieser Figur seit Claudio Monteverdi in einem Konzert. Monteverdis L’incoronazione di Poppea und Purcells Dido & Aeneas kommen erneut auf die Bühne, gespielt von der Akademie für Alte Musik Berlin, die auch ein Konzert gestaltet. Mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata ist Christina Pluhar ebenfalls mehrfach zu erleben, besonders in Stefan Herheims Neuinszenierung von Francesco Cavallis faszinierender Oper La Calisto.